Autonomes Fahren – Selbstfahrende Autos ab 2030 in Luxemburg?

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Autonomes FahrenSelbstfahrende Autos ab 2030 in Luxemburg?

SCHENGEN – Am Mittwoch fanden die ersten Tests für vernetzte und autonome Autos statt. Was den Entwicklungsstand angeht, ist noch viel Luft nach oben.

«Den Grenzbewohnern das Leben erleichtern» und die «Mobilität revolutionieren», das sind die erklärten Ziele der politischen Vertreter aus Luxemburg, Frankreich und Deutschland, die sich am Mittwoch im luxemburgischen Schengen getroffen haben, um erstmals grenzüberschreitend das automatisierte Fahren zu testen. Anwesend waren die Minister Etienne Schneider und François Bausch, aber auch die französische Verkehrsministerin Elisabeth Borne sowie ihr deutscher Amtskollege Andreas Scheuer.

Angesichts der vielen zu bewältigenden Herausforderungen, beispielsweise der Grenzübergang, ist eines klargeworden: Die Technologie ist noch in der Experimentierphase. Dennoch hofft François Bausch, bis 2030 die ersten autonomen Autos auf der Straße zu sehen.

Grenzübergang ist größte Herausforderung

»Das ist ein realistisches Ziel. Und für 2035 hoffen wir, Autos ohne Lenkrad zu haben. Die Entwicklung wird schrittweise im Laufe der Jahre geschehen. Wir sind schon mittendrin", so der Minister weiter.

«Die größte Herausforderung ist, dass die Autos an den Grenzübergängen weiterhin vernetzt bleiben und die Verbindung nach dem Grenzeintritt ins andere Land nicht abbricht. Diese Autos könnten derzeit keine Fahrerlaubnis bekommen», ergänzt Étienne Schneider.

Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde im Oktober 2018 vom Unternehmen POST Luxemburg das Projekt «5G Cross Border Control» gestartet. Das Ziel: In den nächsten drei Jahren soll das 5G-Netz an grenzüberschreitende Verbindungen angepasst werden. Eine Teststrecke über 106 Kilometer zwischen Saarbrücken, Luxemburg und Metz wurde bereits definiert. Kostenpunkt: 17 Millionen Euro, von denen drei Viertel von der Europäischen Union kommen.

(L'essentiel)

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