SREL-Affäre – Selbstzensur nach Kritik an Juncker

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SREL-AffäreSelbstzensur nach Kritik an Juncker

Ein kritischer Bericht über Luxemburgs Premierminister und CDU-Wahlkampfhelfer Jean-Claude Juncker wurde von der Web-Seite der Konrad-Adenauer-Stiftung genommen.

Dass die deutschen und luxemburgischen Christdemokraten sich gelegentlich unter die Arme greifen, ist nicht neu. Was aber Ausrutscher nicht ausschließt.

Dass die deutschen und luxemburgischen Christdemokraten sich gelegentlich unter die Arme greifen, ist nicht neu. Was aber Ausrutscher nicht ausschließt.

Wie das deutsche Wochenmagazin «Der Spiegel» in seiner dieswöchigen Ausgabe schreibt, hat die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung einen kritischen Bericht über Jean-Claude Juncker vom Netz genommen. In dem im Juli für kurze Zeit publizierten Beitrag hatte sich ein freier Mitarbeiter der Stiftung mit der Geheimdienstaffäre in Luxemburg und den politischen Folgen befasst. Darin hatte der Autor Jochen Zenthöfer geschlussfolgert: «Die Versäumnisse Junckers bei der Überwachung des Geheimdienstes sind evident».

Dass der Bericht nachträglich von der Internet-Seite der Stiftung genommen wurde, erklärte ein Verantwortlicher damit, dass der Beitrag politische Wertungen enthalten habe, die man in der Berliner Zentrale anders sehe. Stiftungspräsident Hans-Gert Pöttering (CDU), von 2007 bis 2009 Präsident des Europaparlaments, sagte laut «Der Spiegel»: «Ich wünsche unserem Freund Jean-Claude Juncker, dass er die Wahlen gewinnt.»

(L'essentiel Online/tageblatt.lu)

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