China: Seoul und Tokio schicken nach russisch-chinesischer Militärübung Kampfjets los

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ChinaSeoul und Tokio schicken nach russisch-chinesischer Militärübung Kampfjets los

Am Mittwochmorgen sollen russische und chinesische Jets wiederholt in den japanischen und den südkoreanischen Luftraum eingedrungen sein. Der Kreml will davon nichts wissen. 

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Mehrere H-6 Bomber des chinesischen Militärs sollen sowohl in japanisches wie auch in südkoreanisches Territorium eingedrungen sein. (Symbolbild)

Mehrere H-6 Bomber des chinesischen Militärs sollen sowohl in japanisches wie auch in südkoreanisches Territorium eingedrungen sein. (Symbolbild)

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Später seien sie laut dem südkoreanischen Militär in Begleitung russischer Kampfjets zurückgekehrt. (Symbolbild)

Später seien sie laut dem südkoreanischen Militär in Begleitung russischer Kampfjets zurückgekehrt. (Symbolbild)

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Daraufhin hat sowohl die südkoreanische … 

Daraufhin hat sowohl die südkoreanische … 

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Südkorea und Japan haben als Reaktion auf gemeinsame Militärmanöver russischer und chinesischer Kampfjets in ihrer Nähe ebenfalls Kampfflugzeuge starten lassen. Das südkoreanische Militär erklärte am Mittwoch, es habe Flugzeuge losgeschickt, nachdem sechs russische und zwei chinesische Kampfflugzeuge unangemeldet in seine Luftverteidigungszone eingedrungen seien. Auch das japanische Militär teilte mit, als Reaktion auf russische und chinesische Flugzeuge über dem Ostmeer, Kampfjets losgeschickt zu haben.

Kreml-Jets eskortierten chinesische Bimber

Die chinesischen Jets des Typs H-6 seien am frühen Mittwoch wiederholt in die südkoreanische Luftverteidigungszone ein- und wieder ausgeflogen, teilte der Stabchef in Seoul mit. Stunden später seien die Flugzeuge in Begleitung sechs russischer Kampfjets zurückgekehrt. Alle Flugzeuge verließen schließlich das Gebiet – ohne den südkoreanischen Luftraum verletzt zu haben.

Die Luftverteidigungszone (ADIZ) eines Landes bezeichnet die Zone, in der aus Gründen der militärischen Luftverteidigung durchquerende Flugzeuge überwacht werden und ist größer als sein Luftraum. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, Peking und Moskau hätten offenbar eine gemeinsame Luftübung ausgeführt.

«Nicht gegen Drittländer gerichtet»

Japans Generalstab erklärte, zwei chinesische H-6-Bomber seien am Mittwochmorgen in das Ostmeer eingedrungen und dann nach Norden geflogen. «Etwa zur gleichen Zeit flogen zwei russische Flugzeuge über das Japanische Meer nach Süden und drehten dann ab», hieß es.

Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, es sei «kein fremder Luftraum verletzt» worden und versicherte, dass es sich um Übungen für die russisch-chinesische militärische Zusammenarbeit handele, die «nicht gegen Drittländer gerichtet sind».

China und Russland gelten als Verbündete Nordkoreas. Der abgeschirmte kommunistische Nachbar Südkoreas hatte jüngst mehrere Raketentests unternommen und dem Westen mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht.

(afp/bho)

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