Terry Richardson – Shooting gegen Sex: «Vogue» schasst Fotograf
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Terry RichardsonShooting gegen Sex: «Vogue» schasst Fotograf

Die amerikanische «Vogue» kippte die Zusammenarbeit mit Starfotograf Terry Richardson. Grund dafür sei ein unmoralisches Angebot an ein Model gewesen.

Terry Richardson hatte sie schon alle vor der Linse: Lady Gaga, Kate Moss, Megan Fox, Barack Obama, Cara Delevingne, Beyoncé, Rihanna und noch viele mehr. Wenn ein unbekanntes Model von ihm fotografiert wurde, ließ der Durchbruch nicht mehr lange auf sich warten. So zumindest wird Richardson in der Modelszene gesehen. Sein Erfolg könnte dem 48-Jährigen allerdings zu Kopf gestiegen sein. So rücken jüngste Enthüllungen den Starfotografen in kein gutes Licht.

Dem britischen Model Emma Appleton soll er Sex gegen ein Shooting in der amerikanischen «Vogue» angeboten haben. Die Modebibel zieht nun Konsequenzen und kündigt die Zusammenarbeit: «Das letzte Shooting von Terry Richardson ist in der Juli-Ausgabe 2010 erschienen und wir beabsichtigen nicht, ihn weiterhin zu buchen», so PR-Chefin Hildy Kuryk gegenüber dem Hollywood-Blatt «The Wrap».

Der Hintergrund: Appleton postete am Ostersonntag auf Twitter eine Nachricht von Richardson. Per Facebook-Messenger soll er geschrieben haben: «Wenn ich mit dir schlafen darf, dann buche ich dich für ein Shooting in der 'Vogue'.» Die Sprecherin von Richardson, Candice Marks, dementiert diese Nachricht: «Das ist offensichtlich ein Fake. Terry hat diese Nachricht nicht gesendet.»

Petition gegen Richardson am Laufen

Model Rie Ramussen, die auch schon mit Richardson zusammengearbeitet hatte, äußerte sich so: «Er manipuliert junge Mädchen, bis sie sich ausziehen. Für die Bilder werden sie sich im Nachhinein schämen. Sie haben Angst, nein zu sagen, da ihre Agentur sie für diesen Shoot gebucht hat. Die Mädchen sind schlicht und einfach zu jung, um für sich selber einstehen zu können.»

Es ist nicht das erste Mal, dass solche Vorwürfe laut werden. Im Februar traten die Models Alise Shoemaker und Sara Ziff in einer Sendung an die Öffentlichkeit und sprachen über die Arbeit mit dem 48-Jährigen. Ein paar Monate später rief man sogar eine Petition gegen den Fotografen ins Leben. Zurzeit zählt die Petition 33'264 Unterschriften. Ob der Tumult um den Fotografen sein berufliches Ende bedeuten wird, wird sich zeigen. Fakt ist: Die US-«Vogue» wagte den ersten Schritt, andere Magazine wie das «Rolling Stone» oder «Harper's Bazar» könnten folgen.

(L'essentiel/zoe)

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