Ferienzeit – Sicher durch den Skiurlaub und zurück

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FerienzeitSicher durch den Skiurlaub und zurück

LUXEMBURG – Viele Luxemburger verbringen ihre Ferien derzeit in winterlichem Ambiente. Der Nachteil: Sechs Millionen Menschen verletzen sich jährlich beim Wintersport.

Sechs Millionen Menschen verletzen sich jährlich beim Skifahren.

Sechs Millionen Menschen verletzen sich jährlich beim Skifahren.

DPA

In der «Fuesendvakanz» fahren viele Luxemburger zum Ski- und Snowboardfahren in winterliche Landschaften. Dass diese sportlichen Aktivitäten jedoch nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile haben, durften schon viele Wintersport-Begeisterte schmerzlich erfahren. Auch viele, zum Teil sehr sportliche, Prominente sind nicht gewappnet gegen Skiunfälle.

Aktuelle Ereignisse, wie die Unfälle von Michael Schumacher und Angela Merkel, sind Paradebeispiele für die Breitweite der Verletzungsgefahr bei diesen Sportaktivitäten. Während Schumacher sich schwere Kopfverletzungen zuzog und immer noch im Koma liegt, brach Merkel sich die Hüfte und muss Krücken als Gehhilfe nutzen. Der frühere deutsche Ministerpräsident Dieter Althaus verstarb 2009 aufgrund seiner schweren Verletzungen, die er sich bei einer Kollision mit einer anderen Person zuzog. Auch der niederländische Prinz Friso verstarb an den Folgen eines Skiunfalls.

Wie kann man schwere Verletzungen vermeiden?

Zu den Hauptverletzungen, die sich Touristen in den Skigebieten zuziehen, zählen vor allem Brüche und Prellungen. Von leichten Prellungen über schwere Brüche bis zu Todesfällen – der Schweregrad der Verletzungen variiert stark. Um Verletzungen vorzubeugen, ist es ratsam, Schutzmaterial zu tragen. Vor allem ein Helm kann schwerwiegende Kopfverletzungen bei einem Sturz abwenden. Daneben ist auch auf die richtige Fixierung der Skibretter zu achten, um Verstauchungen vorzubeugen. Für Sportanfänger, die nachweislich doppelt so oft stürzen wie Fortgeschrittene, können Skikurse sehr hilfreich sein.

Das Fahrverhalten sollte zudem seinem eigenen Können angepasst werden. «Die Geschwindigkeit hat Einfluss auf den Schweregrad der Verletzung», erklärt ein Mitarbeiter der französischen Vereinigung von Bergärzten. Bei Müdigkeit sollte man nicht im Zentrum der Skipiste, sondern an der Seite Halt machen. Ein stärkendes Frühstück und Aufwärmübungen eignen sich als Vorbereitungsmaßnahme, um optimal auf das Ski-Abenteuer vorbereitet zu sein. Wird man dennoch Zeuge eines Unfalls, « ist es wichtig, den Verletzten zu beruhigen. Anschließend sollte man die Skibretter hinter der Person in Kreuzposition aufstellen, um andere Skifahrer zu warnen. Auf keinen Fall jedoch sollte man die betroffene Person bewegen, da dies schwere körperliche Konsequenzen hervorrufen kann.»

Sechs Millionen Menschen verletzen sich jährlich beim Skifahren

Laut einem Bericht der Stiftung Sicherheit im Skisport verletzten sich in der Saison 2012/2013 im alpinen Skisport laut Hochrechnungen 41 000 bis 43 000 Deutsche. Das waren nur wenig mehr als in der Vorsaison. Laut Bericht ist das Risiko, eine Knie- oder Schulterverletzung zu erleiden, gestiegen. 7,2 Prozent aller Verletzungen betrafen den Kopf (minus 1,5 Prozentpunkte). Oft kommt es zu Kollisionen von Sportlern: Der Anteil von solchen Verletzungen (16 Prozent) war demnach noch nie so hoch wie in der Saison 2012/13.

Gut sechs Millionen Menschen pro Jahr müssen in der Europäischen Union laut einem Bericht wegen einer Sportverletzung in Kliniken behandelt werden. Wie aus dem Bericht über Verletzungen in der Europäischen Union (EU) für 2008 bis 2010 hervorgeht, entfallen sechs Prozent aller tödlichen Verletzungen in verschiedenen Sportarten auf den Eis- und Schneesport. Unglücke mit Lawinen machen zusätzlich acht Prozent aus. Am häufigsten sterben dabei die 25- bis 59-Jährigen. Skilaufen, Snowboardfahren und Co. gehören außerdem zu den zehn Sportarten, bei denen besonders häufig Kopfverletzungen passieren.

Air Rescue, CNS und Sportärzte konnten keine Auskunft über die Zahlen und Details zu den verletzten Luxemburgern geben, da die Saison gerade erst begonnen hat.

(Cheryl Cadamuro und Laurence Bervard / L´essentiel)

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