New Boston: Sie hat einer Mutter das Kind aus dem Mutterleib geschnitten, nun urteilt ein Gericht.

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New BostonSie hat einer Mutter das Kind aus dem Mutterleib geschnitten, nun urteilt ein Gericht.

Eine Frau hat nach Auffassung einer US-Jury eine Schwangere auf bestialische Weise getötet, um deren ungeborenes Baby mitzunehmen und als ihr eigenes auszugeben.

Vor der Tat täuschte sie bereits ihr Umfeld, indem sie vorgab, schwanger zu sein.

Vor der Tat täuschte sie bereits ihr Umfeld, indem sie vorgab, schwanger zu sein.

AP

Geschworene im Bezirk Bowie County sprachen die 29-Jährige am Montag (Ortszeit) wegen Mordes an der 21-Jährigen und der Entführung von deren Tochter schuldig, die im Oktober 2020 aus dem Mutterleib herausgeschnitten wurde und später starb. Der Entscheidung der Jury aus sechs Männern und sechs Frauen ging ein dreiwöchiger Prozess mit grausigen Details und verstörenden Aussagen über die Tat voraus.

Die Anwälte von Taylor P. hatten vergeblich argumentiert, dass das Baby zu keinem Zeitpunkt gelebt habe. Der Vorwurf der Verschleppung sollte daher fallengelassen werden. «Man kann keine Person kidnappen, die nicht lebend geboren wurde», erklärte Verteidiger Jeff Harrelson in seinem Schlussplädoyer.

Staatsanwälte verwiesen hingegen auf Aussagen etlicher medizinischer Fachkräfte, wonach das Herz des Baby geschlagen habe. Detailliert habe die Anklage auch die Aktionen von P. im Vorfeld der Tat, ihr Motiv und die Folgen dargelegt, sagte Staatsanwältin Kelley Crisp.

Ihre Kollegin Lauren Richards warf P. vor, mit einer Maskerade ihr Umfeld an der Nase herumgeführt zu haben. So habe sie vor dem Mord eine Schwangerschaft vorgetäuscht. Die Beweislage sei klar: P. sei eine Lügnerin und Manipulatorin und werde nun dafür zur Rechenschaft gezogen.

Auch an das Martyrium des Opfers erinnerte die Staatsanwältin. Die Schwangere Reagan S. habe mindestens fünf Schläge auf den Kopf bekommen – mit solcher Gewalt, dass ihr Schädel eingedrückt worden sei. «Der Schmerz, den Reagan gespürt haben muss, als Taylor anfing, ihren Unterleib aufzuschlitzen, von Hüfte zu Hüfte, unbeschreiblich», sagte Richards. Ein schneller Tod sei es nicht gewesen.

Ab dem 12. Oktober soll über das Strafmaß entschieden werden. Die Staatsanwaltschaft will die Todesstrafe für P., die Jury könnte auch eine lebenslange Haftstrafe ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung verhängen.

(DPA/nr)

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