Releases der Woche – Sie träumen von einer Welt ohne Geschlechter
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Releases der WocheSie träumen von einer Welt ohne Geschlechter

Auf dem zweiten Years-&-Years-Album übernehmen Roboter die Welt und Nicki Minaj hat einen Soft-Porno gedreht – unsere Musik-News der Woche.

Hier präsentieren wir dir wöchentlich ein neues Album und ein frisches Musikvideo.

Album der Woche: Years & Years, «Palo Santo»

Der Zweitling der UK-Band spielt in einer Zukunft, in der Androiden uns Menschen bewundern. Olly Alexander, Frontmann von Years & Years, mauserte sich in den vergangenen Jahren zu einer der Speerspitzen der LGBTQ-Bewegung. Auf dem neuen Album «Palo Santo» träumen die Briten nun von einer Zukunft, in der Gender keine Rolle mehr spielt.

Um das Konzept von «Palo Santo» zu erklären, veröffentlichten Years & Years einen Kurzfilm. Darin begibt sich ein Androide auf die Suche nach Menschen. Die kühlen Roboter, die mittlerweile die Welt übernommen haben, beneiden uns um Emotionen und so wird Olly Alexander auserwählt, um die neuen, leidenschaftslosen Herrscher zu unterhalten.

«Stehst du auf Männer oder Frauen?», möchte Alexander schließlich von seinem Boss wissen. Die Antwort: «Für mich ist das alles das Gleiche.»

Der futuristische Kurzfilm zum neuen Years-&-Years-Album. (Quelle: Youtube / Years & Years)

Ironischerweise klingt die Musik auf «Palo Santo» nicht wirklich futuristisch. Der Electro-Pop-Sound erinnert eher an die Achtziger- und Neunzigerjahre. «Hallelujah» weckt Erinnerungen an Michael Jackson, und die Single «Sanctify» wurde von Britneys «I'm a Slave 4 You» inspiriert, wie Alexander selbst zugibt.

Auch wenn die Musik das Album-Narrativ nicht vollständig widerspiegelt, die Lyrics richten sich laut dem Sänger hauptsächlich an einen Ex-Freund – «Palo Santo» ist ein starkes Statement zur heutigen Zeit, in der sexuelle Vorlieben verschmelzen, kein Mensch genau weiß, wo uns der technologische Fortschritt hinbringt, und wir uns ab und zu in Erinnerung rufen sollten, wie wichtig Menschlichkeit eigentlich ist.

Video der Woche: Nicki Minaj – «Bed» (feat. Ariana Grande)

Nicki Minaj weiß ihre Reize einzusetzen, und auch das Video zu «Bed» bräuchte fast schon eine Ab-18-Freigabe. Im Refrain mischt außerdem Ariana Grande mit, die sich ähnlich freizügig präsentiert.

All die nackte Haut lenkt zwar leicht davon ab, dass es sich eigentlich um einen hitverdächtigen Song handelt – wer die beiden dazu auffordern würde, sich etwas anzuziehen, wäre aber nicht nur ein Spielverderber, sondern hätte Nickis Rolle schlichtweg nicht ganz verstanden.

Fast schon ein Softporno: Nicki Minajs «Bed». (Quelle: Youtube / Nicki Minaj)

(L'essentiel)

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