OGBL über Patronat – «Sie wollen eine Diktatur der flexiblen Arbeitszeiten»

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OGBL über Patronat«Sie wollen eine Diktatur der flexiblen Arbeitszeiten»

ESCH/ALZETTE - Im Streit um eine Reform der Arbeitszeitenregelung in Luxemburg verschärft der OGBL den Ton. Die Arbeitgeberseite blockiere die Verhandlungen.

Am Dienstag trafen sich die Gewerkschafter des OGBL um Generalsekretär André Roeltgen (r.) zu ihrem Nationalkomitee.

Am Dienstag trafen sich die Gewerkschafter des OGBL um Generalsekretär André Roeltgen (r.) zu ihrem Nationalkomitee.

In den zurückliegenden Monat richtete sich die Kritik des OGBL meist gegen die Regierung. Nun bekommt der alte Klassenfeind wieder sein Fett weg: der Arbeitgeberverband. Die Gewerkschafter werfen dem Patronat vor, die Verhandlungen bezüglich der Arbeitszeit-Reform zu blockieren. Das äußerten sie im Rahmen ihres Nationalkomitees am Dienstag in Esch/Alzette.

«Jeder Vorschlag von uns wird kategorisch abgelehnt», moniert OGBL-Generalsekrtär André Roeltgen. Den Arbeitgebern ginge es alleine darum, «eine Diktatur der Flexibilität ohne Regelungen und Entschädigungen» einzuführen.

Lob für die Regierung

Der Unternehmerverband («Union des entreprises luxembourgeoises») muss sich Kritik gefallen lassen: «Die Firmen wollten 5000 Arbeitssuchende einstellen. Die Arbeitslosenzahlen zeigen, dass dies nicht funktioniert hat.»

Lob gab es vom Gewerkschaftsbund für die Regierung bezüglich der Elternzeit-Reform. Nun müsse auch ein Dialog in Sachen Steuerreform her. Laut Roeltgen sei es an der Zeit, «dass sich die Sozialpartner zusammensetzen, damit die Verhandlungen beginnen können».

(th/L'essentiel)

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