Oberbürgermeister – Sie wollen eines der wichtigsten Saar-Ämter

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OberbürgermeisterSie wollen eines der wichtigsten Saar-Ämter

SAARBRÜCKEN - Das Superwahljahr 2011 mit seinen zahlreichen Urnengängen macht auch vor dem Saarland nicht Halt: Am Sonntag wird über Oberhäupter von Merzig und Saarbrücken abgestimmt.

Diese vier Kandidaten wollen eines der wichtigsten Ämter im Saarland, den Posten des Oberbüprgermeisters von Saarbrücken: Charlotte Britz (SPD), Friedhelm Fiedler (FDP), Claudia Willgen (Grüne) und Peter Strobel (CDU).

Diese vier Kandidaten wollen eines der wichtigsten Ämter im Saarland, den Posten des Oberbüprgermeisters von Saarbrücken: Charlotte Britz (SPD), Friedhelm Fiedler (FDP), Claudia Willgen (Grüne) und Peter Strobel (CDU).

Wahltag in Saarbrücken: In der saarländischen Landeshauptstadt sind am Sonntag (23. Oktober) rund 140 000 Bürger aufgerufen, über den neuen Oberbürgermeister abzustimmen. Insgesamt treten fünf Kandidaten an, darunter Amtsinhaberin Charlotte Britz (53, SPD). Als Herausforderer für die Union steht der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Peter Strobel (43), zur Wahl. Für die FDP kandidiert der frühere Chefredakteur der «Saarbrücker Zeitung», Friedhelm Fiedler (62), für die Grünen Landeschefin Claudia Willger (50) und für die NPD Landeschef Frank Franz (32).

Der OB-Posten gilt als eines der wichtigsten politischen Ämter im Saarland. Er wird seit 2004 von Britz bekleidet, die sich damals im zweiten Wahlgang gegen den CDU-Bewerber durchsetze. Im Stadtrat kann sie sich derzeit auf eine rot-rot-grüne Koalition stützen. Sollte am Sonntag keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit bekommen, ist für den 6. November eine Stichwahl geplant. Die neue Amtszeit beginnt 2012 und dauert acht Jahre.

lustloser Wahlkampf oder Stimmungstest?

Der Wahlkampf war ehr lustlos und wurde von der angespannten Finanzsituation der mit rund einer Milliarde Euro verschuldeten 180-000-Einwohner-Kommune geprägt. Wahlkampfthemen waren auch das Stadterneuerungsprojekt «Stadtmitte am Fluss» mit dem umstrittenen Bau eines Tunnels für die Stadtautobahn, der Stadion-Neubau, der Fortbestand von Schwimmbädern und Bibliotheken oder der Ausbau der Kinderbetreuung.

Insgesamt sind am Sonntag im Saarland rund 300 000 Menschen, knapp ein Drittel der Einwohner, zu Kommunalwahlen aufgerufen. Außer in Saarbrücken werden in sechs weiteren Gemeinden die Verwaltungschefs neu gewählt, darunter die Oberbürgermeister von St. Ingbert und Merzig. Zudem wird im Kreis Merzig-Wadern der Landrat neu bestimmt. Die SPD sieht im Ausgang der Kommunalwahlen einen Stimmungstest für das von einer schwarz-gelb-grünen Koalition regierte Saarland, die CDU lediglich eine «Addition vieler Persönlichkeitswahlen».

(L'essentiel Online/dpa)

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