Glaucus atlanticus – Sieht aus wie ein Fabelwesen, ist aber echt
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Glaucus atlanticusSieht aus wie ein Fabelwesen, ist aber echt

Auf Social Media macht ein Bild von einem Tier die Runde, das so faszinierend ist, dass es kaum echt sein kann. Doch genau das ist es.

Ein deformierter Frosch? Ein herziger Drache? Oder vielleicht doch etwas ganz anderes? Wer nur einen kurzen Blick auf die Fotos von dem blauen Etwas (siehe Bildstrecke) wirft, könnte meinen, den neusten Streich aus dem Hause Pixar zu sehen.

Aber das abgebildete Wesen gibt es tatsächlich. Es handelt sich dabei um eine Blaue Ozeanschnecke (Glaucus atlanticus), auch Seeschwalbe genannt. Sie ist vor allem in den Gewässern an der Ost- und Südküste Südafrikas, an der Ostküste Australiens und in Moçambique zu Hause.

Cleverer Mehrfachschutz

Dort treibt die zu den Fadenschnecken zählende Seeschwalbe direkt unter der Wasseroberfläche, wohin Wind und Wellen sie tragen. Wirklich aktiv wird sie nur, wenn es ums Fressen geht. Ihr Leibgericht sind Quallen. Sie kann sogar die giftigen essen, weil sie deren Gift unverdaut in ihren Ausstülpungen speichert. Das macht sie selbst zu einem ziemlich giftigen Tier und dient ihr als Frassschutz.

Doch die drei bis fünf Zentimeter große Schnecke hat auch punkto Tarnung einiges zu bieten: So ist die nach oben zeigende Seite blau-weiß, die Unterseite hingegen ist silbrig-grau. Der Grund? Von oben gesehen unterscheiden sich die Tiere nicht vom Wasser und sind deshalb für Raubvögel schlecht zu erkennen. Auch die unter Wasser lebenden Fressfeinde müssen ganz genau hinschauen: Denn von unten gesehen sieht die blaue Ozeanschnecke aus wie der Himmel.

(L'essentiel)

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