In Luxemburg – Sind Hochhaus-Wohnungen die Zukunft?

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In LuxemburgSind Hochhaus-Wohnungen die Zukunft?

LUXEMBURG – Der Wohnungsmarkt ist vor allem für junge Menschen schwierig. Vor einigen Jahren wurden Mehrfamilienhäuser mehrheitlich abgelehnt. Doch wie ist das heute?

Mehrgeschossige Gebäude sind heute hauptsächlich für die Unterbringung von Büros konzipiert.

Mehrgeschossige Gebäude sind heute hauptsächlich für die Unterbringung von Büros konzipiert.

Die Situation auf dem Luxemburger Wohnungsmarkt ist angespannt. Teure Immobilien sind vor allem für junge Menschen eine Belastung. Doch neu ist das Problem nicht: Vor 13 Jahren war die Wohnungsproblematik schon präsent. Damals wurden Stimmen laut, die den Bau mehrstöckiger Wohngebäude forderten. Die Idee wurde eher kritisch beäugt. Laut einer Studie der Observatoire de l'Habitat erhielten große Mehrfamilienhäuser damals maximal 15 Prozent positive Bewertungen. Kleine Mehrfamilienhäuser lagen bei 44 Prozent. Aber hat sich die Sichtweise der Bevölkerung seitdem geändert?

«Wir haben diese Umfrage seitdem nicht mehr wiederholt. Aber es ist ein Projekt, das für das nächste Jahr eingereicht werden soll», heißt es seitens der Wohnbeobachtungsstelle. Doch nicht nur die Akzeptanz der Bevölkerung legt der Realisierung eines mehrstöckigen Gebäudes Steine in den Weg. Auch heute noch legen Vorschriften in den meisten luxemburgischen Gemeinden die maximale Höhe von Gebäuden fest, und die sieht meistens solide zweigeschossige Bauten plus einem halben Stockwerk vor.

Mit einer Bevölkerungsdichte von 205 Einwohnern pro Quadratkilometern verfügt das Großherzogtum derzeit aber noch über Reserven. Das Saarland zum Beispiel ist dichter besiedelt. Dort wohnen 387 Menschen auf einem Quadratkilometer. Der Durchschnitt in Wallonien liegt bei 215.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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