Augenzeugen berichten: Sitz der UN-Mission im Ostkongo von Demonstranten gestürmt

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Augenzeugen berichten Sitz der UN-Mission im Ostkongo von Demonstranten gestürmt

Die Demonstranten seien am Montag mit Gewalt in das Gebäude in der Stadt Goma eingedrungen und hätten Mobiliar zerstört sowie gestohlen, berichteten Augenzeugen der Deutschen Presse-Agentur.

(FILES) In this file photo taken on June 17, 2022 Residents run after the convoy transporting the body of a soldier of the Democratic Republic of Congo from the Rwanda border post of Rubavu (Gisenyi) where he was shot by Rwandan forces during an exchange of fire. - DR Congo and Rwanda have agreed to a "de-escalation process" following weeks of rising tensions over rebel fighting in Congo's east, the Congolese presidency stated on July 6, 2022. 
The DRC has blamed Rwanda for backing the M23 militia, which has surged in the central African country's volatile east in recent weeks. The Rwandan government has repeatedly denied the accusation.
The leaders of the neighbouring countries agreed to calm tensions after meeting in Angola's capital Luanda on July 6, 2022. (Photo by Guerchom Ndebo / AFP)

Südafrikanische Blauhelme in Goma. Demonstranten haben den Sitz der UN-Mission im Osten des Landes verwüstet.

DPA (Archivbild)

Demonstranten haben den Sitz der UN-Mission im Osten der Demokratischen Republik Kongo verwüstet. Sicherheitskräfte hätten mit Tränengas und Schüssen reagiert. Die Polizei in der Provinz Nord-Kivu sagte der dpa, bei den Angreifern habe es sich um Kriminelle gehandelt, die die Demonstration für ihre Zwecke ausgenutzt hätten.

Zivilgesellschaftliche Organisationen und die Partei von Präsident Félix Tshisekedi hatten zu dem Protest in Goma aufgerufen. Hintergrund ist eine Äußerung des kongolesischen Senatspräsidenten Modeste Bahati von Mitte Juli. Er hatte die UN-Mission Monusco aufgefordert, den Kongo zu verlassen.

Die UN-Stabilisierungsmission ist seit mehr als 20 Jahren im Nordosten des Kongo stationiert. In dem zentralafrikanischen Land sollen nach Angaben der USA etwa 130 unterschiedliche bewaffnete Gruppen aktiv sein; vielen von ihnen geht es um die Kontrolle der wertvollen Bodenschätze des Landes. Der Kongo mit seinen rund 90 Millionen Einwohnern ist reich an Bodenschätzen wie Kupfer, Kobalt, Gold und Diamanten.

(DPA)

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