Löhne in Luxemburg – So gewinnen Sie im Poker um ein besseres Gehalt

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Löhne in LuxemburgSo gewinnen Sie im Poker um ein besseres Gehalt

LUXEMBURG – Satte Lohnerhöhungen von zwölf Prozent sind in Luxemburg nicht unrealistisch. Aber wie bereitet man sich auf das Gespräch mit dem Chef vor? Zwei Experten geben Tipps.

Wer sich auf die Gehaltsverhandlungen gezielt vorbereitet, hat bessere Karten, damit der Chef mehr springen lässt.

Wer sich auf die Gehaltsverhandlungen gezielt vorbereitet, hat bessere Karten, damit der Chef mehr springen lässt.

«Der Überraschungseffekt ist selten die beste Lösung», sagt Personalexperte Pierre Gromada. «Der Wunsch nach einer Gehaltserhöhung sollte zunächst mit dem direkten Vorgesetzten diskutiert werden», pflichtet Branchenkollege Maxime Durant bei. «Einen idealen Zeitpunkt für Gehaltsverhandlungen gibt es nicht. Ein guter Termin ist jedoch das jährliche Leistungsgespräch», erklären die Karriereberater.

Wer bei seinem Wunschgehalt übertreibt, kann sich schnell in die Nesseln setzen. Auch wenn die Gehaltserhöhung von der persönlichen Situation des Mitarbeiter abhängt, geht Maxime Durant davon aus, dass in Luxemburg ein Gehaltssprung von bis zu zwölf Prozent durchaus realistisch ist.

Wie viel mehr Geld man verlangen kann, hängt auch von der Branche ab. Beschäftigte im IT-Sektor, wo viele Fachkräfte nachgefragt werden, haben zum Beispiel bessere Chancen im Gehaltspoker als Personal im Eventbereich. Laut Maxime Durant sind auch im Finanzsektor teils große Aufschläge möglich, «um der Personalfluktuation entgegenzuwirken». Wer will, dass der Chef mehr Kohle springen lässt, sollte sich auf die Gehaltsverhandlungen gut vorbereiten. «Es ist ratsam, im Gespräch jeglichen Vergleich mit Kollegen zu vermeiden», sagt Pierre Gromada. «Besser ist es, die erworbenen Kompetenzen oder den Mehrwert, den Sie dem Unternehmen bringen, in den Vordergrund zu stellen», sagt Maxime Durant.

(Pierre François/L'essentiel)

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