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Corona-PandemieSo greift der Staat den Bauern unter die Arme

LUXEMBURG – Aufgrund der Corona-Krise hat Luxemburg einige Maßnahmen ergriffen, um die Landwirtschaft am Laufen zu halten.

Die Luxemburger Landwirte können ihrer Arbeit weiterhin nahezu ohne Einschränkung nachgehen.

Die Luxemburger Landwirte können ihrer Arbeit weiterhin nahezu ohne Einschränkung nachgehen.

DPA

Weil es gelte, die Landwirtschaft und die Nahrungsmittelproduktion als «vorrangigen Sektor» aufrecht zu erhalten, hat die Regierung in den vergangenen Tagen und Wochen ein Maßnahmenpaket geschnürt, um den Betrieben in der Corona-Krise unter die Arme zu greifen.

Um finanzielle Engpässe in den Unternehmen zu vermeiden, habe das Landwirtschaftsministerium zu Beginn der Krise rund 25 Millionen Euro aus der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU ausgezahlt. Zudem haben, wie es im Communiqué heißt, auch zahlreiche Betriebe vom Stabilitätspakt für die gesamte Wirtschaft Luxemburgs profitiert, um ihre laufenden Kosten zu decken. So hätten kleine Betriebe die Soforthilfe in Höhe von 5000 Euro erhalten, größere die rückzahlbaren Zuschüsse von bis zu 500.000 Euro.

« Unverzichtbarer Pfeiler »

Weiterhin könnten die Beschäftigten in der Landwirtschaft ihrer Arbeit unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen nachgehen: Die Tätigkeiten auf den Feldern und auf den Weinbergen und die Versorgung der Tiere seien genauso ohne Einschränkung erlaubt, wie Fahrten zu den Kunden. Die neu eingerichtete Website «JobSwitch» soll es den Landwirten erleichtern, Saisonarbeiter zu finden. Für Betriebe, die der Online-Verkausplattform «Letzshop» beitreten, entfiele der Jahresbeitrag in Höhe von 500 Euro.

Landwirtschaftsminister Romain Schneider betont, «dass die Landwirte und alle Fachleute des Sektors ein wesentlicher und unverzichtbarer Pfeiler für die Nahrungsmittelkette sind, die für die gesamte Bevölkerung lebenswichtig ist».

(L'essentiel)

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