«Happier Than Ever» – So reagieren Fans auf Billie Eilishs neues Album
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«Happier Than Ever»So reagieren Fans auf Billie Eilishs neues Album

Die 19-jährige Sängerin hat am Freitag ihr neues Album «Happier Than Ever» veröffentlicht. Neben viel Lob erntet Billie Eilish dafür auch scharfe Kritik.

Am Freitag war es endlich soweit: Die 19-jährige Popikone Billie Eilish hat ihr neues Album «Happier Than Ever» veröffentlicht. Die Erwartungen an die junge Künstlerin waren hoch – immerhin wurde ihr erstes Album «When We All Fall Asleep, Where Do We Go?» 2019 weltweit abgefeiert und mit fünf Grammys ausgezeichnet. «Es macht mir Angst, mein zweites Album zu veröffentlichen», schrieb Billie auf Instagram. Doch ein Rückzieher kam nicht in Frage. Mit 16 Songs und einem neuen Musikvideo schenkte sie ihren Fans die volle Ladung Billie Eilish. Doch wie happy sind sie mit dem neuen Album?

Auf den ersten Blick zeigen sich die Fans begeistert. «Ein himmlisches Meisterwerk! Der Inhalt, die Message, die Stimme – einfach alles ist perfekt», schreibt etwa eine Twitter-Userin. Ein anderer Fan schreibt: «Das Album ist phänomenal», und erhält Tausende von Likes auf den Kommentar. Doch wer sich die Kommentarspalten etwas genauer ansieht, stellt fest: Neben all dem Lob werden auch kritische Stimmen laut.

Billie erntet auch Kritik

Von «mies» bis «todlangweilig» muss Billie Einiges einstecken. «Sie ist definitiv in ihrer Flop-Ära», schreiben Kritikerinnen und Kritiker auf diversen Social-Media-Plattformen. Das kommt überraschend, denn bis anhin wurde die 19-Jährige jeweils mit Lob überschüttet.

Die plötzliche Kritik dürfte nicht zuletzt an Billies kontroversen Handlungen der letzten Wochen liegen. Seit ihrem Image-Wechsel sorgten diverse Gerüchte und Posts für hitzige Diskussionen unter den Fans. Einige Beispiele: Nachdem Billie unter eines ihrer Instagram-Bilder «I love girls» geschrieben hatte, wurde ihr «Queerbating» vorgeworfen: Die 19-Jährige würde bewusst andeuten, auf Frauen zu stehen, um mehr Klicks zu erhalten.

Gleichzeitig kursierte das Gerücht, dass Billie den Schauspieler Matthew Tyler Vorce daten würde. Das Problem: Matthew hatte sich in der Vergangenheit mehrfach homophob und rassistisch geäußert. Wenig später likte Billie einen Beitrag, in dem ihre Fans als schwachköpfig bezeichnet wurden. Das kam natürlich gar nicht gut an: Der Popstar verlor Tausende von Followern. Viele Fans forderten eine Stellungnahme. Billies Antwort: «Ihr könnt mich mal, meine Titten sind größer als eure!» Damit goss der Popstar noch mehr Öl ins Feuer.

«Ich habe geheult»

Wirklich klar adressiert hat Billie die Vorkommnisse nie. Stattdessen hat sie sich unbeirrt auf das konzentriert, was sie liebt: die Musik. Das Resultat, ihr Album «Happier Than Ever» ist persönlicher als die erste Platte. Billie spricht über ihre zerbrochenen Beziehungen, Bodyshaming und die Schattenseiten des Promilebens, womit die 19-Jährige schon seit Jahren zu kämpfen hat. Der Sound klingt zwar mehrheitlich ruhig, warm und entspannt – inhaltlich ist allerdings jeder Songs ein Statement. Das kommt bei vielen Fans gut an: «Billies Texte sind aussagekräftiger denn je», schreibt etwa eine Twitter-Userin. Eine andere sagt: «Das Album ist echt eine Achterbahn der Gefühle! Ich habe geheult.»

Die plötzliche Kritik an der erfolgreichen Künstlerin liegt wohl nicht an ihrem neuen Sound, sondern vielmehr an der Tatsache, dass sie sich in den letzten zwei Jahren angreifbarer gemacht hat. Billie hat ihre weiten Klamotten beiseitegelegt und sich in knappen Dessous gezeigt. Gleichzeitig hat sie mit gewagten Aussagen und provokanten Posts klargemacht, dass ihr niemand etwas vorschreiben kann. Stattdessen zeigt sie der Welt nun, was alles in ihr steckt.

(L'essentiel/Lara Hofer)

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