Kroatien – So reagiert Ex-Präsidentin auf Abtreibungsgegner

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KroatienSo reagiert Ex-Präsidentin auf Abtreibungsgegner

In Kroatien ist gerade das Abtreibungsgesetz in aller Munde. Die Politik möchte sich für ein Verbot aussprechen.

Die ehemalige Staatschefin zeigt, was sie von der aktuellen Debatte hält.

Die ehemalige Staatschefin zeigt, was sie von der aktuellen Debatte hält.

Kolinda Grabar-Kitarovic

Seit Wochen wird im Adria-Land in aller Öffentlichkeit über Abtreibungen diskutiert. Ende Mai gingen sogar rund 5000 Menschen beim «Marsch für das Leben» in der Hauptstadt Zagreb auf die Straße. Bislang sind Abtreibungen bis zur zehnten Schwangerschaftswoche legal. Der Druck wächst aber, diesen Eingriff zu verbieten.

Nun sorgte der Politiker Miroslav Skoro mit einer Aussage für Empörung im ganzen Land. In einer Sendung wurde er gefragt, wie man denn nach einem Abtreibungs-Verbot mit vergewaltigten Frauen umgehen sollte, die schwanger werden. Seine Antwort: «Man muss das Leben in jedem Fall schützen». Man dürfe sich nicht in solchen Ausnahmefällen vertiefen. 

«Ich bin für Leben, das eine Wahl hat»

Die Frauen in Kroatien zeigen sich fassungslos über diese Worte. Kurz nach der Ausstrahlung der Sendung waren die sozialen Medien voll von Damen, die ihren Mittelfinger in die Kamera strecken. Damit wollen sie zeigen, was sie von Skoros Meinung halten.

Zwischen den unzähligen Frauen, findet sich auch eine, die seit der WM 2018 wohl der ganzen Welt bekannt ist: Kroatiens Ex-Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic. Sie gesteht gegenüber der Zeitung Vecernji List, dass sie unter normalen Umständen so nicht posieren würde, aber unter diesen Umständen müsse sie ihren Mittelfinger heben.

Sie erklärt auch: «Ich bin immer für das Leben. Immer wenn es möglich ist. Aber ich bin auch für Leben, das ein Recht auf eine Wahl hat. Ohne Druck von der Umgebung. Und ohne dem Patriarchat.»

(L'essentiel/slo)

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