Mondfinsternis – So schaurig schien der Blutmond auf Luxemburg

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MondfinsternisSo schaurig schien der Blutmond auf Luxemburg

LUXEMBURG – Superbedingungen für Sternengucker: Keine Wolke trübte den Luxemburger Himmel in der vergangenen Nacht. Viele Menschen haben diese einmalige Gelegenheit genutzt.

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Haben Sie gestern Nacht auch frierend auf einem Balkon gestanden? Dann waren sie einer von Hunderten Luxemburgern und vielen tausend anderen Menschen auf der Welt, die Zeuge eines unheimlichen Schauspiels am Himmel über dem Großherzogtum wurden. Denn ab Punkt 2.10 Uhr kroch langsam ein dunkler Schatten über den Vollmond: Die Erde legte sich in die Bahn zwischen dem Trabanten und der Sonne. Um 4:11 begann dann die totale Mondfinsternis – und der Blutmond zeigte sich.

Warum erscheint der Mond blutrot? «Bei einer Mondfinsternis fliegt der Trabant durch den Schatten der Erde», erklärt Nic Feierstein von den Astronomes Amateurs du Luxembourg (AAL). Dennoch wird Sonnenlicht in der Erdatmosphäre gebrochen. «Das rote Licht wird zum Mond abgelenkt, das blaue in den Weltraum. Deshalb erscheint er bei einer totalen Mondfinsternis rot-braun.» Das besondere am Blutmond vom 28. September: Zusätzlich zu der Eklipse gab es auch noch einen «Supermond». Dabei war der Abstand zwischen Mond und Erde besonders klein, der Mond erschien bis zu 14 Prozent größer.

Wie, Sie haben den Super-Blutmond verpasst? Macht nichts, der nächste kommt schon bald – im Jahr 2033.

Hier die schönsten Bilder der Luxemburger Hobby-Astronomen:

(sen/L'essentiel)

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