Hyundai Ioniq 6: So sieht die Serienversion der koreanischen E-Limousine aus

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Hyundai Ioniq 6So sieht die Serienversion der koreanischen E-Limousine aus

Mitglieder einer Modellfamilie sehen üblicherweise ähnlich aus. Hyundais Elektromarke Ioniq macht da eine Ausnahme, wie sich am neuen 6 zeigt.

von
Mario Hommen
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Hyundais Elektrotochter Ioniq hat den Bogen raus, wie man sehenswerte E-Autos auf die Räder stellt.

Hyundais Elektrotochter Ioniq hat den Bogen raus, wie man sehenswerte E-Autos auf die Räder stellt.

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Ähnlichkeiten zum Ioniq 5 wird man beim neuen Ioniq 6 erst auf den zweiten oder dritten Blick entdecken.

Ähnlichkeiten zum Ioniq 5 wird man beim neuen Ioniq 6 erst auf den zweiten oder dritten Blick entdecken.

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Am Heck gibt es gleich mehrere LED-Bänder: eines quer über das Fahrzeug aus kleinen Leuchtwürfeln, eines am Heckspoiler.

Am Heck gibt es gleich mehrere LED-Bänder: eines quer über das Fahrzeug aus kleinen Leuchtwürfeln, eines am Heckspoiler.

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Während Hyundai sein 2016 eingeführtes Modell Ioniq nun vom Markt nimmt, kündigt sich für die noch junge gleichnamige Elektromarke mit dem Ioniq 6 nun ein zweites Familienmitglied an. Jetzt haben die Koreaner die Serienversion des künftigen 800-Volt-Stromers gezeigt, respektive einen dem Serienstand sehr nahen Prototypen. Wie schon den 2021 eingeführten Ioniq 5 prägt auch das neue Modell ein Design, das Stile vergangener Epochen mit retro-futuristischen Elementen verbindet. Dabei schlägt der Neue allerdings keine klar sichtbare Brücke zum Schwestermodell, sondern eine deutlich andere Richtung ein.

Dass der 6 anders als der Ioniq 5 werden wird, hat Hyundai bereits 2020 mit der Studie Prophecy vorweggenommen. Das betont aerodynamisch geformte Limousinen-Konzept findet sich auch im Serienmodell wieder, allerdings in vielen Punkten etwas pragmatischer interpretiert. Dass das Seriendesign etwas nüchterner ausfallen würde, überrascht natürlich nicht. Doch der fast schon konsequente Verzicht auf Referenzen zum Ioniq 5 verblüfft dann doch. Designchef Sangyup Lee spricht dennoch von einer Ioniq-Familie.

Beleuchtung mit Wow-Effekt

Auch beim Ioniq 6 sorgen die kleinen rechteckigen Leuchtelemente für einen Wow-Effekt. Das Stummelheck prägt ein durchgehendes LED-Band, das sich aus zwei langen Reihen vieler kleiner Rechtecke zusammensetzt. Ein zusätzlicher Leuchtstreifen ziert die Abrisskante des Heckspoilers, während in der diffusorartigen Heckschürze noch senkrecht angeordnet Rück- und Nebelleuchten integriert sind. Das Thema kleiner leuchtender Rechtecke findet sich auch in den Frontscheinwerfern in Form einer Tagfahrlicht-Signatur wieder. Das Lichtdesign des Ioniq 6 ist nicht nur prägnant, mithilfe der vielen kleinen Lichtpunkte ergeben sich verschiedene Möglichkeiten animierter Lichtsequenzen.

Zur betont aerodynamischen Karosserie kommen die mit der Blechhaut bündigen Türgriffe sowie kleine Kamerahalter in den Vordertüren, die als windschnittiger Ersatz für Außenspiegel dienen. Lohn der Mühen ist ein hervorragender Luftwiderstandsbeiwert von 0,21. Das Interieur wartet mit teilweise aus recyceltem Kunststoff gefertigten Oberflächen, einem aufgeräumten Cockpit und einer durch Ambientlicht wohnlich-warmen Atmosphäre auf, inklusive einiger schicker Details wie transluzente Paneele, die an die erste Generation des iMac erinnern. Oder die vier Leuchtelemente auf dem Lenkrad, die ein visuelles Feedback der Spracherkennung geben und zudem über den Ladezustand informieren. Und wie es sich für ein modernes E-Auto gehört, bietet das Cockpit neben den beiden optionalen Monitoren der kamerabasierten Außenspiegel noch zwei 12-Zoll-Displays auf dem Armaturenbrett.

Zur Technik des voraussichtlich zum Jahreswechsel startenden Ioniq 6 sagt Hyundai vorläufig wenig. Doch da er auf der gleichen 800-Volt-Plattform aufbaut wie der Ioniq 5, dürfte es hier keine großen Überraschungen geben.

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