Regionalwahlen in Frankreich – So stimmten Luxemburgs Nachbarorte ab
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Regionalwahlen in FrankreichSo stimmten Luxemburgs Nachbarorte ab

LOTHRINGEN - Der Front National feiert einen haushohen Sieg in Ostfrankreich. In den Grenzgemeinden zu Luxemburg zeigt sich aber ein geteiltes Abstimmungsbild.

Das Ergebnis der ersten Runde der französischen Regionalwahlen ist seit Montagmorgen offiziell. In der Super-Region Elsass-Lothringen-Champagne Ardennes feierte der rechtsextreme Front National (FN) einen regelrechten Erdrutschsieg: Spitzenkandidat Florian Philippot erreichte 36 Prozent der Stimmen.

Die regierenden Sozialisten erlitten eine kräftige Niederlage und wollen zum zweiten Wahlgang am kommenden Sonntag nicht antreten, wie Parteichef Jean-Christophe Cambadélis am Montag im französischen Sender RTL sagte. Bereits zuvor hatte Cambadélis einen Rückzug in Nord-Pas-de-Calais-Picardie im Norden des Landes sowie in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur im Südosten angekündigt.

Metz als Hochburg des Front National

Blickt man auf die Ergebnisse in den unmittelbaren Luxemburger Nachbarregionen, zeigt sich, dass der Front im Département Moselle starke Zugewinne verbuchen kann. Die Großstadt Metz ist eine Hochburg von Philippot, der auch dem Führungspersonal des FN angehört. Der Kandidat landete dort mit 28,8 Prozent der Stimmen vor seinen sozialistischen und republikanischen Widersachern Jean-Pierre Masseret (26,3 Prozent) und Philippe Richert (24 Prozent). In Thionville zeigte sich ein anderes Bild: Hier landeten die Republikaner auf Platz eins (28,6 Prozent), vor Philippot (27,1 Prozent) und dem Sozialisten (24,4 Prozent).

Im früheren Bergbaugebiet in Lothringen gibt es normalerweise viele Stimmen für Vertreter der Linken. Villerupt stimmte mehrheitlich für Masseret (27,8 Prozent) und 22 Prozent für Patrick Péron von der Linksfront. Der Front National muss sich hier mit Platz drei begnügen (25,7 Prozent), die Republikaner spielen in der Stadt hinter Esch-Belval kaum eine Rolle. Die gleiche Stimmenverteilung zeigt sich in Audun-le-Tiche (Luxemburgisch: Daitsch-Oth). Longwy hingegen setzt Florian Philippot an die Spitze (31,8 Prozent), vor Jean-Pierre Masseret (29,7 Prozent) und Philippe Richert (16 Prozent). Der Front ist auch in den französischen Grenzgemeinden Zoufftgen, Ottange, Hettange-Grande und Volmerange-les-Mines stark vertreten.

(jg/L'essentiel)

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