Survival-Guide – So überstehst du das Fest mit den Schwiegereltern
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Survival-GuideSo überstehst du das Fest mit den Schwiegereltern

Jede Familie ist anders. An den Feiertagen kommen diese Unterschiede speziell zum Vorschein. Mit unseren Tipps kannst du punkten – und schonst deine Nerven.

Alle Jahre wieder – gerne auch in neuer Konstellation. Wir verraten, wie Weihnachten bei den Schwiegereltern ohne Komplikationen und Streit abläuft.

Alle Jahre wieder – gerne auch in neuer Konstellation. Wir verraten, wie Weihnachten bei den Schwiegereltern ohne Komplikationen und Streit abläuft.

Rodnae Productions / Pexels

Der Baum, die Geschenke, das Essen, die Stimmung: An Weihnachten muss alles perfekt sein. Als ob das nicht oft schon stressig genug ist, treffen wir an diesem Tag auf Menschen, mit denen wir vielleicht (noch) gar nicht eingespielt sind, zum Beispiel die Schwiegereltern. Damit das Fest trotzdem einigermaßen besinnlich und stressfrei wird, haben wir ein paar Tipps für die Begegnung gesammelt.

Du bist verliebt? Wir gratulieren. Mit einer Beziehung kommen auch neue Verwandte hinzu. Speziell an Weihnachten lauern hier Stolpersteine, die du aber elegant umschiffen kannst. (Polina Kovaleva / Pexels)

1. Keine falschen Erwartungen haben

Gelassenheit hilft das ganze Jahr durch, an Weihnachten aber speziell: Wie wäre es, wenn du dich innerlich gar nicht erst auf ein super harmonisches Zusammenkommen einstellst, sondern die Situation so nimmst, wie sie kommt? Das schafft eine super Grundlage, um positiv überrascht zu werden und die Dinge mit Humor zu nehmen.

Hast du an Weihnachten manchmal das Gefühl, durchzudrehen? Dann ist es Zeit, einen Gang runterzuschalten. (Giphy)

2. Hilfe annehmen und anbieten

Hilfe, die ganze Familie kommt zum Essen? Verabschiede dich vom Ehrgeiz, alleine das perfekte Festmahl zu kochen und daneben noch Kekse zu backen. Frage deinen Schwiegervater, ob er sich vielleicht um ein Dessert kümmern könnte und beauftrage die Schwester deines Freundes damit, ihre feine Salatsauce mitzubringen. Die meisten Menschen mögen es, konkrete Anweisungen zu bekommen und gebraucht zu werden. Das gilt natürlich auch in die andere Richtung: Frage als Gast frühzeitig, wie du dich nützlich machen kannst.

Hast du eine Spezialität, mit der du anderen an Weihnachten eine Freude machen kannst? Biete Hilfe an – und sei selbst nicht zu stolz, diese anzunehmen. (Tim Douglas / Unsplash)

3. Smoking oder Pyjama?

Die Mutter deines Freundes würde dich am Weihnachtsabend gerne chic sehen, du bevorzugst aber deinen liebsten Hoodie? Oder bist du es gewohnt, an Weihnachten Anzug zu tragen, bei deinen Schwiegereltern gilt aber die Weihnachtspulli-Tradition? Informiere dich im Vorfeld und nimm das ganze mit Humor. Falls du keine Ahnung hast, welcher Dresscode gilt: Als Grundlage ist Smart Casual für ein Weihnachtsessen sicher nicht verkehrt, das Wichtigste ist aber, dass du dich wohl fühlst.

4. Die richtigen Geschenke

Menschen etwas zu schenken, die man noch nicht so gut kennt, ist immer schwierig. Außer deine bessere Hälfte weiß ganz genau, von welchem Schal deine Schwiegermutter gerade träumt oder welches Parfum der Schwiegervater so gerne benutzt. Mit einer Flasche Champagner oder Wein und einem lieben Brief mit Wünschen für das neue Jahr machst du sicher nichts falsch.

Alle Geschenke für die Familie besorgt? (Polina Tankileva / Pexels)

5. Gute Gespräche führen und Tabus erkennen

Keiner sagt ein Wort und du kannst die Stille nicht mehr aushalten? Frag deine Schwiegereltern doch einmal, wie sie sich damals kennengelernt haben. Sie haben bestimmt eine längere Geschichte dazu. Natürlich solltest du auch klären, welche Themen auf keinen Fall angesprochen werden sollten. Die ausgewanderte Schwester, der ungeimpfte Bruder, der verstorbene Großvater oder die pleite gegangene Firma.

Oberflächlich sieht alles perfekt aus, aber die Stimmung ist irgendwie nervös? An Weihnachten kommt es schnell zu Streit. Das muss aber nicht sein. (Tim Douglas / Pexels)

6. Gegenseitig Grenzen akzeptieren

Das Ziel des Weihnachtsabends muss nicht sein, um jeden Preis eine Tradition durchzuboxen. Du willst nicht singen? Kein Problem. Dann höre zu, ohne die Augen zu verdrehen. Kommunizieren ist der Schlüssel zum Erfolg. Gib also frühzeitig Bescheid, wenn du dich beispielsweise vegan ernährst, damit du unangenehme Situationen beim Auftischen des Bratens vermeidest. Deine Schwiegermutter will darauf nicht verzichten? Auch hier gilt: Akzeptiere ihre Vorliebe. Lobe einfach den feinen Kartoffelpüree doppelt, den es dazu gibt.

7. Provokationen keine Chance geben

Jetzt ist der Abend da und du spürst trotz aller Vorsätze, dass du irgendwie leicht zu provozieren bist – und selbst gerne austeilst? Egal, wie sehr dich die politische Haltung deines Schwagers nervt oder wie dich die vielen Flugreisen deiner Schwiegermutter aufregen: Weihnachten ist nicht der beste Anlass für grundlegende Diskussionen. Diese Tipps helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren – auch wenn dich schon wieder alle fragen, wann ihr endlich Kinder bekommt.

Übrigens: Alkohol kann zwar die Stimmung auflockern, er kann aber genauso gut die Hemmschwelle senken. Und damit vergrößert sich das Explosionsrisiko.

8. Wenns trotzdem knallt

Allen guten Vorsätzen zum Trotz: Ihr seid in eine heftige Diskussion verwickelt. Jetzt gilt es, zu de-eskalieren. Tief durchatmen. Ein ruhiges «das wird mir jetzt gerade zu viel», bewirkt sehr viel mehr als ein heftiger Schlagabtausch mit Worten, die man später vielleicht bereut.

Dir wird das ewige Gefrage nach deiner Karriere zu viel? Nimm ein paar tiefe Atemzüge an der frischen Luft und geh dann gestärkt wieder in den Raum. «Ich bin derzeit sehr glücklich in meinem Beruf, danke der Nachfrage», reicht als Antwort völlig aus. (Boxedwater / Unsplash)

9. Take it easy

Neben der Arbeit kochen, backen, Geschenke aussuchen, dekorieren und dabei möglichst gelassen wirken: Diese besinnliche Zeit kann ganz schön stressen. Achte also darauf, dir selbst kleine Auszeiten zu gönnen. Nimm ein heißes Bad, lies ein Buch, schenk dir selbst etwas Schönes und versuche, deinen Perfektionismus in der Festtagszeit abzulegen. Somit tankst du Energie – nicht nur für Schwiegereltern.

(L'essentiel/Geraldine Bidermann)

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