Rekord – So wenig Tote auf den Straßen wie nie

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RekordSo wenig Tote auf den Straßen wie nie

TRIER/SAARBRÜCKEN - Wie in Luxemburg sind auch in den deutschen Nachbarbundesländern weniger Menschen im Verkehr ums leben gekommen. In Rheinland-Pfalz gar so wenige wie noch nie.

Ging die Zahl der Toten und Verletzten in den deutschen Nachbarbundesländern deutlich zurück, so stieg die Zahl der verkehrsunfälle. Schuld: eisglatte Straßen beim heftigen Wintereinbruch im Dezember.

Ging die Zahl der Toten und Verletzten in den deutschen Nachbarbundesländern deutlich zurück, so stieg die Zahl der verkehrsunfälle. Schuld: eisglatte Straßen beim heftigen Wintereinbruch im Dezember.

DPA

Mit 205 Toten erreichte das Land den bislang niedrigsten Stand. Es starben damit 18 Menschen weniger als im Vorjahr und 15 weniger als der bisherige Tiefstand im Jahr 2007 mit 220 Verkehrstoten.

Zum Vergleich: Im Jahr 2000 starben noch 362 Menschen bei Verkehrsunfällen, 1990 waren es 528 und 1980 sogar 840. Ein Grund für die sinkende Zahl sei die verbesserte Sicherheitstechnik in den Autos, sagte ein Sprecher des Statistischen Landesamtes.

Jeden Tag zehn Tote

Im Saarland ist die Tendenz die gleiche: Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 41 Menschen bei Unfällen auf saarländischen Straßen getötet, vier weniger als noch 2009.

Auch deutschlandweit ging den Angaben zufolge die Anzahl der im Straßenverkehr Verunglückten im vergangenen Jahr zurück. So sterben pro Tag zehm Deutsche im Straßenverkehr, 3 657 Tote wurden insgesamt gezählt. Das sind zwölf Prozent weniger als noch im Jahr 2009.

Heftiger Wintereinbruch verschlechtert Unfallstatistik

Auch die Zahl der Verletzten verringerte sich. Deutschlandweit ging sie um 6,5 Prozent auf 371 700 Personen herunter. Auch im Saarland wurden 6,2 Prozent weniger Verkehrsteilnehmer bei Unfällen verletzt. In Rheinland-Pfalz sank die Zahl der Schwerverletzten im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent auf 3 486, bei den Leichtverletzten um 4,4 Prozent auf 15 707.

Der heftige Wintereinbruch mit eisglatten Straßen sorgte alerdings für weniger schöne Zahlen bei den Verkehrsunfällen insgesamt: Allein in Rheinland-Pfalz zählte die Polizei 131 000. Das entspricht einem Anstieg von fünf Prozent.

Zum Vergleich: In Luxemburg verloren im vergangenen Jahr 31 Menschen ihr Leben auf der Straße, das waren 18 weniger als im Jahr 2009, das mit 49 Verkehrstoten als schwarzes Jahr in die Geschichte eingegangen ist.

L'essentiel Online mit dpa

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