Bei Auchan und Cora – So wird das Handy zur Bancomat-Karte

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Bei Auchan und CoraSo wird das Handy zur Bancomat-Karte

LUXEMBURG - Der Luxemburger Anbieter Digicash hat in den Großsupermärkten Cora und Auchan ein neues Bezahlsystem an der Kasse installiert.

Handy zücken - und schon ist die Rechnung bezahlt. So funktioniert das neue kontaktlose Bezahlsystem bei Cora und Auchan.

Handy zücken - und schon ist die Rechnung bezahlt. So funktioniert das neue kontaktlose Bezahlsystem bei Cora und Auchan.

Bei Digicash brummt der Motor. Der Luxemburger Anbieter für mobile Zahlungs-Lösungen hat an den Kassen des Hypermarkts Auchan auf dem Kirchberg und in den beiden Cora-Filialen neue «Beacon»-Terminals eingerichtet. Damit können Kunden ihre Einkäufe bezahlen – ohne dafür die Geldtasche zücken zu müssen. Am Mittwoch wird das neue kontaktlose Bezahlsystem bei Auchan offiziell eingeweiht, in Betrieb war es bereits seit 1. September.

Was ist eigentlich neu an dem System? «Seit 2012 hat Digicash so funktioniert, das man an der Kasse einen QR-Code einscannen musste. Die neuen Beacon-Terminals schicken jetzt aber ein Signal, mit dem man den zu zahlenden Betrag direkt auf dem Handy sieht. Das Einscannen kann man sich also sparen. Ich halte das Handy an den Terminal, der zu zahlende Betrag erscheint und ich zahle dann über mein Bankkonto. Der Bezahlvorgang läuft zu hundert Prozent kontaktlos ab», erklärt Raoul Mulheims, CEO von Digicash.

Das neue System ermöglicht es auch, die Treuepunkte und Rabatte über eine App direkt auf die Kundenkarte des Anwenders zu verbuchen. Vorerst ist das allerdings nur bei Auchan und nicht bei Cora möglich. «Anstatt zwei Karten an der Kasse vorweisen zu müssen, braucht man nun gar keine mehr. Das ist bequemer und bietet auch eine Zeitersparnis beim Passieren der Kasse», sagt Raoul Mulheims. Seine Firma finanziert sich über Provisionen, die von den Händlern ausbezahlt werden. Die Gebühren sind ähnlich hoch wie jene, die Kreditkartenfirmen von Geschäften erheben. Für den Anwender ist die Verwendung aber gratis. Die App Digicash wurde bisher 70.000 mal heruntergeladen und führt Partnerschaften mit vier großen Banken im Großherzogtum. «Wir stehen derzeit in Diskussionen mit weiteren Handelsbetrieben. Das Interesse ist sehr hoch», sagt der Manager.

(Mathieu Vacon/L'essentiel)

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