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Sicherheit in LuxemburgSo wollen die Securitys die Polizei unterstützen

LUXEMBURG – In der Hauptstadt wird über den Einsatz von privaten Sicherheitskräften debattiert, die die Polizei in Problemvierteln in den Wintermonaten unterstützen sollen.

Security-Kräfte der Sicherheits-Firma GDL Security sollen die Police Grand-Ducale in der Hauptstadt entlasten.

Security-Kräfte der Sicherheits-Firma GDL Security sollen die Police Grand-Ducale in der Hauptstadt entlasten.

GDL Security

Sollen Sicherheitsbeamte die Police Grand-Ducale bis Januar in den Brennpunkt-Vierteln der Hauptstadt unterstützen? Diese Frage hat am Wochenende für Unstimmigkeiten zwischen der Stadt Luxemburg und Henri Kox (Déi Gréng), dem Minister für innere Sicherheit, gesorgt, der an die Vorrechte der Polizei erinnerte. Aber was genau ist die Aufgabe der privaten Sicherheitsbeamten, die zwischen dem 1. Dezember und dem 31. Januar in der Hauptstadt «aushelfen» sollen? Auf Anfrage von L'essentiel antwortete das in der Ausschreibung ausgewählte Sicherheits-Unternehmen GDL Security, dass es primär darum gehe, «auf den öffentlichen Straßen in bestimmten Stadtvierteln Luxemburgs für sichtbare Prävention zu sorgen. Unsere Kräfte zeigen Präsenz (...) und zirkulieren innerhalb des definierten Perimeters und wenn Vorfälle beobachtet werden die ein Eingreifen der Polizei erfordern, müssen sie sich sofort mit der Police Grand-Ducale in Verbindung setzen».

«Außer in Fällen von Selbstverteidigung (...) dürfen unsere Beamten niemals auch nur geringfügige Gewalt anwenden», heißt es seitens GDL Security, die versichern, dass die drei eingeplanten Teams mit je zwei Männern und einem Hund, keine Waffe tragen dürfen und «durch ihr Verhalten und ihre Kommunikation jede Verwechslung mit Polizeibeamten vermeiden müssen». Auch wenn sie Zeuge eines Verbrechens werden, «darf die Person nicht festgenommen werden, sondern die Beamten müssen sofort die Polizei benachrichtigen». Einen ähnlichen Auftrag führt die Sicherheitsfirma auch in Differdingen durch, so GDL Security.

Das Unternehmen G4S Security Solutions, welches unter anderem bei der Schueberfouer die Polizeikräfte unterstützt, bestätigt die Vorgehensweise des Sicherheitspersonals. «Die Teams werden in Deeskalation geschult, um Konfliktsituationen zu entschärfen. Wir sind hier, um Prävention zu betreiben und wenn nötig, die Polizei zu rufen», erklärt G4S-Generaldirektor Laurent Jossart. Die Beamten dürfen nicht «verwarnen oder festnehmen oder physisch eingreifen». Notwehr sei nur gestattet «in verhältnismäßiger Weise».

(Nicolas Martin/L'essentiel)

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