Außer Kontrolle – So würde bestimmt niemand in sein Auto steigen

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Außer KontrolleSo würde bestimmt niemand in sein Auto steigen

LUXEMBURG – Helm, dunkle Sonnenbrille, Gewicht am Fuß. Wohl kaum einer würde so fahren. Es ist einfach zu gefährlich. Genauso wie Alkohol am Steuer.

Im Workshop wird simuliert, was es bedeutet, wenn wir uns betrunken ans Steuer setzen.

Im Workshop wird simuliert, was es bedeutet, wenn wir uns betrunken ans Steuer setzen.

L'essentiel

«Sei vorsichtig, du kommst vom Weg ab», «Ist das ein Tanzschritt?», lachen die Kollegen von Elisabeth, einer Mitarbeiterin des Krankenhauses Emile-Mayrisch (CHEM). Mit einem Helm, einer schwarzen Brille und einem Gewicht am rechten Knöchel bewegt sie sich in etwa so, als ob sie 0,5 Promille im Blut hätte.

Unter diesen erschwerten Bedingungen muss die Teilnehmerin des Kurses am CHEM Hindernissen ausweichen, Schlüssel aufheben oder über eine kleine Hecke klettern. «Mein Kopf dreht sich, das ist ja wirklich schrecklich! Die Brille lässt mich verschwommen sehen, der Helm isoliert mich von der Außenwelt», sagt sie. Ans Steuer würde sie sich so ganz bestimmt nicht setzen. Genau das will der Kurs erreichen: Er soll dazu beitragen, die Anzahl von Verkehrs- und Arbeitsunfällen zu reduzieren, die immer wieder geschehen, weil unerlaubt getrunken wird.

Laut Polizei-Statistik lässt sich ein Drittel der Verkehrsunfälle im Land auf Alkoholkonsum zurückführen. «Die Idee ist, die Teilnehmer wirklich spüren zu lassen, was Alkohol mit dem Körper macht und welches Risiko das im Straßenverkehr bedeutet», erklärt Céline Val, die den Workshop leitet.

(Olivier Loyens/L'essentiel)

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