In Serbien – Sohn isst toten Vater – «Tagelang nichts gegessen»

Publiziert

In SerbienSohn isst toten Vater – «Tagelang nichts gegessen»

Ein psychisch kranker Mann (39) lebte mehrere Tage mit dem verwesenden Leichnam seines Vaters. Er soll sogar dessen Fleisch gegessen haben.

In dieser Wohnung im 2. Stock soll sich der Horror abgespielt haben.

In dieser Wohnung im 2. Stock soll sich der Horror abgespielt haben.

screenshot video blic.rs

Diese Horrorszenen sollen sich in Serbien, in der Umgebung Belgrads abgespielt haben. Ein 39-jähriger Mann, der an einer psychischen Erkrankung leidet, wurde ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem der dringende Tatverdacht geäußert wurde, dass er sich tagelang von dem Fleisch seines toten Vaters ernährt haben soll. Der Vater soll eines natürlichen Todes gestorben sein, wobei sein Leichnam aber über einen längeren Zeitraum von dem Sohn in der Wohnung behalten worden sein soll.

Dieser Vorfall wurde vergangenen Freitag aufgedeckt, nachdem die Nachbarn des Mannes über einen unangenehmen Geruch, der aus dem zweiten Stock des Wohnhauses kam, berichtet hatten. Wie die serbische Tageszeitung Kurir berichtet, hätten die Nachbarn kurz darauf festgestellt, dass sie den 39-Jährigen schon seit Tagen nicht gesehen hatten. Daher verständigten sie die Polizei. Jene brach die Tür der besagten Wohnung im zweiten Stock auf. Fassungslosigkeit machte sich breit, denn auf dem Bett fanden die Beamten den bereits strak verwesten Leichnam eines älteren Mannes vor. Der Sohn des Toten versteckte sich hinter den Möbeln. Als die Polizisten versuchten, mit dem Mann, dessen psychische Erkrankung bekannt war, zu sprechen, reagierte jener kaum.

«Ich habe fünf Tage lang nichts gegessen»

Der sichtlich verwirrte Mann wiederholte laut einer Quelle lediglich seinen Namen und dass er fünf Tage lang nichts gegessen habe, da er nichts zu essen hatte. Laut Blic.rs wird vermutet, dass er aufgrund seiner Krankheit und Hungers Teile des verwesenden Körpers seines Vaters abgerissen und gegessen haben soll. Daher wurde er zunächst in eine Klinik für Infektionskrankheiten gebracht. Danach werde er vermutlich in eine psychiatrische Einrichtung überstellt. Angeblich soll – so die Quelle – das Gerücht kursieren, dass der Leichnam Bissspuren aufgewiesen haben soll.

«Er war krank. Auch wenn sich herausstellen sollte, dass er den Körper seines Vaters gegessen haben soll, so hat er das nur getan, weil er nicht wusste, was er da tat. Er war bestimmt sehr hungrig, aber schaffte es nicht aus der Wohnung. Wir haben gehört, dass er Teile vom Bauch der Leiche runtergerissen haben soll», zitiert Blic einen Bewohner.

Schon davor auffällig

Weiters berichten Bewohner des Wohnhauses darüber, dass der Sohn und sein Vater schon vorher des Öfteren aufgefallen sein sollen. Man habe versucht, ihnen irgendwie zu helfen. Der Vater soll sich in der Wohnung verschanzt haben und jene höchstens drei Mal im Jahr verlassen haben. Auch der Sohn soll sich seltsam verhalten haben. Einer der Nachbarn beschrieb sein nicht besonders gepflegtes Aussehen und sagte, dass seine Fingernägel eine Länge von mindestens 15 Zentimetern hätten.

Zudem soll es auch Gewalt in der Familie gegeben haben, wobei der verstorbene Vater seinen Sohn mehrmals geschlagen haben soll. Eine Nachbarin erzählte, dass sogar ihr Mann einmal eingeschritten sei, um den Sohn vor dem gewalttätigen Vater zu beschützen.

In dem Haushalt sollen nur die beiden Männer gelebt haben. Die Frau des Verstorbenen soll die Familie schon Jahre zuvor verlassen haben. Der 39-Jährige sei bereits seit seiner Kindheit psychisch krank, so die Bewohner.

(L'essentiel/sm)

Deine Meinung