Rheinland-Pfalz – Soldaten sollen Corona-Kontakte aufspüren

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Rheinland-PfalzSoldaten sollen Corona-Kontakte aufspüren

BITBURG – Mit Unterstützung der Bundeswehr will das Gesundheitsamt des Eifelkreises Bitburg-Prüm Infektionsketten durchbrechen und die weitere Verbreitung verlangsamen.

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm erhält Hilfe durch die Bundeswehr.

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm erhält Hilfe durch die Bundeswehr.

DPA/Harald Tittel

Um die Ausbreitung der Corona-Infektionen im Eifelkreis Bitburg-Prüm zu verlangsamen, unterstützt die Bundeswehr das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung. Wie ein Sprecher am Freitag sagte, werden die acht Soldaten dem Gesundheitsamt vom kommenden Montag an bei der Nachverfolgung von Infektionsketten helfen. Dabei gehe es etwa darum, infizierte Menschen anzurufen, um mögliche Kontakte zu anderen Personen aufzuspüren. Um detaillierte Informationen zu erhalten, arbeiteten die Soldaten aus dem Bereich «Schnelle Unterstützungskräfte» telefonisch die Fragen vom Gesundheitsamt ab. Dabei würden die Frauen und Männer betroffene Personen beispielsweise nach deren Krankheitssymptomen befragen.

Bereits am Donnerstag und am Freitag seien die acht Soldaten für die Aufgabe im Eifelkreis geschult worden, wie der Sprecher der Kreisverwaltung sagte. Die Amtshilfe durch die Bundeswehr sei vorerst bis Ende November geplant, hieß es weiterhin.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm lag die Zahl von Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100 000 Einwohner am Freitagmittag (12.00 Uhr) bei 151. Nach Angaben der Kreisverwaltung haben zehn Personen ihre Quarantänezeit beendet. Damit gelten noch insgesamt 216 Menschen als infiziert. Fünf Personen, die an Covid-19 erkrankt sind, lagen dem Sprecher zufolge am Freitag im Krankenhaus. Angaben dazu, wie viele Patienten intensiv betreut werden, wollte er indes nicht machen.

(L'essentiel/DPA)

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