In Luxemburg – Sondersteuer für 63 Leerstände erhoben

Publiziert

In LuxemburgSondersteuer für 63 Leerstände erhoben

LUXEMBURG - Seit 2013 gibt es in einigen Gemeinden im Großherzogtum eine Sondersteuer auf Leerstände. Beckerich und Esch/Sauer baten die Besitzer bereits zur Kasse.

In Beckerich mussten Besitzer von Leerständen 16.500 Euro Strafe zahlen.

In Beckerich mussten Besitzer von Leerständen 16.500 Euro Strafe zahlen.

Editpress

Mit einer Sondersteuer auf Leerstände gehen sechs Luxemburger Kommunen gegen den Wohnungsmangel und erhöhte Preise vor. Diese Strafe ist fällig, wenn die Räumlichkeit mehr als 18 Monate unbewohnt ist.

Beckerich hat 2013 neun Besitzer, 2014 sogar 24 Eigentümer belangt. Bei einer Strafe von 500 Euro kamen somit 16.500 Euro zusammen. Neben den Zusatzeinnahmen hat die Steuer auch eine abschreckende Wirkung. «Es hat dazu geführt, dass sich einige Besitzer um ihre heruntergekommenen Wohnungen gekümmert haben. Manche haben die unbesetzten Wohnungen auch auf ihre Kinder überschrieben», sagte der Gemeindesekretär. Und da gestalte sich eine Überprüfung schwieriger.

Esch nimmt 30.000 Euro ein

In Esch an der Sauer wurden 2014 insgesamt 30 Wohnungen zu je 1000 Euro extra besteuert. In den anderen vier teilnehmenden Gemeinden Esch an der Alzette, Bettendorf, Diekirch und Redingen wurde die Steuer noch nicht umgesetzt. Aber an die betroffenen Besitzer sollen bis Ostern zur Kasse gebeten werden, heißt es aus Esch an der Alzette.

Andere Gemeinden haben derzeit offenbar kein Interesse an der Sondersteuer. Weitere Anfragen sind an das Innenministerium jedenfalls zurzeit keine eingegangen.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

Deine Meinung