Pannen-AKW – Sondertreffen zu Cattenom
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Pannen-AKWSondertreffen zu Cattenom

Nach der erneuten Panne im Atomkraftwerk Cattenom wird es ein Sondertreffen mit Vertretern der Anrainerstaaten Deutschland und Luxemburg geben.

Nach der erneuten Panne im grenznahen französischen Atomkraftwerk Cattenom wird es ein Sondertreffen mit Vertretern der Anrainerstaaten Deutschland und Luxemburg geben. Die ursprünglich geplante Teilnahme von Frankreichs Umweltministerin Delphine Batho musste nach ihrer überraschenden Entlassung am Dienstag abgesagt werden.

«Wir haben heute vereinbart, dass wir uns gemeinsam (...) noch einmal zusammensetzen, um alle Fragen der grenzüberschreitenden Sicherheit zu diskutieren», sagte Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstag nach Gesprächen in Paris. Es gehe darum, Missverständnisse und Spannungen zu vermeiden.

«Wir brauchen eine möglichst gute und umfassende grenzüberschreitende Kommunikation. Und zwar nicht nur dann, wenn ein Störfall eintritt, sondern vor allem auch dann, wenn kein Störfall vorliegt», erklärte Altmaier. Misstrauen dürfe gar nicht erst entstehen.

Altmaier warnt vor «allzu großem Optimismus»

Wegen technischer Probleme und zuletzt wegen eines Brandes mussten in Cattenom in den vergangenen Monaten mehrfach Reaktoren unplanmäßig abgeschaltet worden. Die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland sowie Luxemburg fordern mittlerweile die sofortige Stilllegung des Atomkraftwerks, weil die Sicherheitstechnik nicht dem heutigen Stand entspreche.

Altmaier warnte vor allzu großem Optimismus in dieser Hinsicht. «Wir können unseren französischen Freunden keine Empfehlung geben, wann sie welches Kernkraft abschalten sollen», sagte der Minister. Solche Entscheidungen fielen in den nationalen Zuständigkeitsbereich. Grundsätzlich sei es aber «sehr wahrscheinlich», dass zumindest das ebenfalls grenznahe Kernkraftwerk Fessenheim stillgelegt werde.

(L'essentiel Online/dpa)

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