Malu Dreyer setzt sich durch – SPD gewinnt Wahl in Rheinland-Pfalz klar

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Malu Dreyer setzt sich durchSPD gewinnt Wahl in Rheinland-Pfalz klar

Bei den Landtagswahlen in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg haben sich die regierenden Grünen und Sozialdemokraten als stärkste Parteien durchgesetzt.

Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, kommt mit ihrem Ehemann Klaus Jensen und einem bunten Regenschirm zur Stimmabgabe.

Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, kommt mit ihrem Ehemann Klaus Jensen und einem bunten Regenschirm zur Stimmabgabe.

DPA/Thomas Frey

Die Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg können aufatmen. Die Christdemokraten von Bundeskanzlerin Angela Merkel verbuchten deutliche Verluste und erzielten in beiden Ländern ihre bisher schlechtesten Ergebnisse.

In Rheinland-Pfalz holte die SPD von Ministerpräsidentin Malu Dreyer 33,5 bis 34,5 Prozent (2016: 36,2 Prozent) und ist dort nun etwa doppelt so stark wie auf Bundesebene. Die CDU mit Herausforderer Christian Baldauf kam auf nur 25,5 bis 26 Prozent (2016: 31,8 Prozent).

Die Grünen kommen auf 8,5 bis 9,5 Prozent (2016: 5,3 Prozent), die AfD auf 10,5 Prozent (2016: 12,6 Prozent) und die FDP auf 6,5 Prozent (2016: 6,2 Prozent). Dreyer regiert seit 2016 in einer «Ampel»-Koalition mit FDP und Grünen, die sie nach diesen Prognosen fortsetzen könnte.

Kretschmann siegt in Baden-Württemberg

Nach ersten Hochrechnungen kamen die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg auf 31 bis 31,5 Prozent (2016: 20,3 Prozent). Die mitregierende CDU sackte auf 23 Prozent ab (2016: 27,0 Prozent).

Die in der großen Koalition in Berlin mitregierende SPD kam auf nur noch 10,5 bis 12 Prozent (2016: 12,7 Prozent). Die FDP (Liberale) verbesserte sich auf 11 bis 11,5 Prozent (2016: 8,3 Prozent). Die rechtspopulistische AfD büßte deutlich Stimmen ein und landete bei 11,5 bis 12,5 Prozent (2016: 15,1 Prozent)

Die Wahlen in den beiden südwestdeutschen Bundesländern markieren den Auftakt zum deutschen Superwahljahr 2021 mit insgesamt sechs Regionalwahlen und der Bundestagswahl im Herbst. Sie gelten als wichtiger Stimmungstest. Bei der nationalen Wahl will Bundeskanzlerin Angela Merkel nach 16 Jahren nicht mehr kandidieren. Über ihren Kanzlerkandidaten entscheiden die Christdemokraten im April oder Mai.

(L'essentiel/dpa)

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