Nach der Niederlage – Spieler von Hooligan geohrfeigt

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Nach der NiederlageSpieler von Hooligan geohrfeigt

Polen ist bekannt für seine brutalen Hooligans. Diese machen selbst vor Spielern des eigenen Teams nicht halt, wie Legia-Verteidiger Jakub Rzezniczak am eigenen Leib erfahren musste.

Legia-Verteidiger Jakub Rzezniczak (r.) erhielt von einem Hooligan eine Ohrfeige. (Bild: Keystone)

Legia-Verteidiger Jakub Rzezniczak (r.) erhielt von einem Hooligan eine Ohrfeige. (Bild: Keystone)

Äußerst knapp mit 2:3 verlor Legia Warschau am Wochenende das Heimspiel gegen Ruch Chorzow. Das passte den Fans so gar nicht in den Kram. Ein Anhänger ging gar so weit, dass er das Spielfeld stürmte, Verteidiger Jakub Rzezniczak beschmipfte, bespuckte und ihm zu guter Letzt gar eine Ohrfeige verpasste. Wie die polnische Tageszeitung «Gazeta Wyborcza» berichtet, konnte der in der Fanszene bekannte Mann danach das Stadion ungehindert verlassen. Er wurde weder festgenommen noch mit einem Stadionverbot belegt.

Offenbar gibt es zwischen der Vereinsführung von Legia Warschau und der aggressiven Fanbewegung des Clubs eine etwas bizarre Absprache. So haben die Hooligans versprochen, dass es keine großen Krawallen geben wird, wenn der polnische Erstligist bei «kleinen Sünden» ein Auge zudrückt.

Der polnische Fußball hat mit einem großen Hooligan-Problem zu kämpfen, was hinsichtlich der Euro 2012 noch einige Sorgen bereitet. Die OK-Verantwortlichen haben sich Ende März für eine Null-Toleranz-Politik gegenüber gewalttätigen Fußball-Anhängern ausgesprochen. Ein schärferes Gesetz bildet die Grundlage dafür.

L'essentiel Online/20min.ch/mon

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