Gefahren im Netz – «Sprechen Sie mit Ihren Kindern übers Internet»

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Gefahren im Netz«Sprechen Sie mit Ihren Kindern übers Internet»

LUXEMBURG - Junge Leute verbringen Stunden im Internet und in sozialen Netzwerken wie Facebook. Doch wie wirken die Inhalte im Netz auf Jugendliche?

Das Internet hat unser Leben verändert. Manche Eltern entdecken dabei die unendliche Welt des World Wide Web gleichzeitig mit ihren Kindern.

Doch oft findet man im Netz das, was sonst nicht so einfach an die Öffentlichkeit gelangen würde - wie etwa eine Anweisung für die Anfertigung einer Bombe auf der Basis von Azetonperoxid. Am vergangenen Samstag hatten zwei Jugendliche im Norden Frankreichs zahlreiche Verletzungen durch eine ähnliche selbstangefertigte Bombe erlitten.

Besser darüber sprechen als verbieten

«Man findet im Internet zwar die Eigenschaften der chemischen Elemente und die Erklärung, was man damit machen kann. Doch auf derselben Internetseite wird auch auf Unfälle hingewiesen, die durch den Missbrauch von diesen Elementen entstehen können», sagt Eric Krier von der pädagogischen Einheit des Service National de la Jeunesse (SNJ).

Doch 16- oder 17-Jährigen das Internet ganz zu verbieten, ist auch keine Lösung. Judith Swietlik vom Safer Internet Zentrum Bee Secure bestätigt: «Das Listensystem, das Kindern Zugriff auf vorher definierte Seiten ermöglicht, funktioniert nur bei Jugendlichen unter zwölf Jahren. Danach muss man unterschiedlich handeln.»

Anstatt die Inhalte zu verbieten, sollte man besser darüber diskutieren, meinen die beiden Experten. Ihr Tipp an Eltern: «Beim Abendessen, wenn Sie den Schultag mit Ihren Kindern besprechen, sollten Sie mit ihnen auch über ihre Schulnoten und die Seiten sprechen, die sie im Laufe des Tages besucht haben. Aber auch über die Freunde, die die Kinder auf Facebook gefunden haben.»

L'essentiel Online mit Patrick Théry

Das Safer Internet Zentrum Bee Secure bietet regelmäßig Web-Seminare für Eltern an. Nähere Informationen dazu auf der Internetseite des Netzwerks.

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