100.000.000 Euro zu wenig – Staat fehlen 100 Millionen Euro in der Kasse

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100.000.000 Euro zu wenigStaat fehlen 100 Millionen Euro in der Kasse

LUXEMBURG – 100 Millionen Euro fehlen im Portemonnaie der Regierung Bettel. Der Grund: Die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer sprudeln nicht wie erwartet.

Im Baugewerbe wurden zwischen 2013 und 2013 7,8 Millionen Euro Mehrwertsteuer weniger eingenommen.

Im Baugewerbe wurden zwischen 2013 und 2013 7,8 Millionen Euro Mehrwertsteuer weniger eingenommen.

François Aussems

3,71 Milliarden Euro – mit diesem Geld hat die Regierung in diesem Jahr gerechnet. E s sind die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer (TVA). Doch die werden geringer ausfallen: Nicht mehr als 3,61 Milliarden Euro werden aus der TVA in die Staatskasse fließen – 102,2 Millionen Euro weniger als geplant.

Laut eines Berichts der Steuer- und Finanzexperten der Eintragungs- und Domänenverwaltung («Administration de l’enregistrement et des domaines», AED), die für die indirekten Steuern zuständig ist, ist daran vor allem die Überbewertung der Einnahmen aus dem elektronischen Handel Schuld. Für den Haushalt 2014 ging die Regierung mit einem Anstieg der Steuereinnahmen in Höhe von mehr als acht Prozent in diesem Sektor aus – tatsächlich wird bis Jahresende aber nur fünf Prozent mehr Geld eingenommen.

Elektronischer Handel spült 1,07 Milliarden Euro in die Kassen

Laut den neuesten Zahlen des AED wird 2014 nicht in die Annalen eingehen, was die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer betrifft. Dennoch – dem elektronischen Handel ging es noch nie so gut. Er hat dem Staat noch nie so viel Steuern gebracht: 1,07 Milliarden Euro.

Aber in den nächsten Jahren wird am Staatsäckel ein großer Teil dieses Geldsegens vorbeigehen. Die AED rechnet mit einem Rückgang von 56,5 Prozent bei den Einnahmen aus dem elektronischen Handel – ein Minus von 595 Millionen Euro, das sind fünf Prozent des Gesamten Staatshaushalts. Für die Regierung Bettel sind diese Einnahmenrückgange in einem dennoch dynamischen Umfeld laut Statec aber eine schlechte Nachricht. Insbesondere, weil die Wachstumsprognose für das Jahr 2015 deshalb nach unten korrigiert werden musste.

(L'essentiel)

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