Flutkatastrophe – Staat will bei Hochwasserhilfe vermitteln

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FlutkatastropheStaat will bei Hochwasserhilfe vermitteln

LUXEMBURG – Wie und wann wird den Opfern des Ernzhochwassers finanziell geholfen? Die Behörden in Luxemburg denken über Lösungen nach.

Hochwasseropfer aus Ermsdorf, Reisdorf, Fiels, Nummern und Luxemburg-Stadt brauchen Hilfe. Bei den biblischen Regenfällen vom 22. Juli haben viele ihr Hab und Gut verloren. Die Minister treffen sich am Freitag, um Möglichkeiten zur Unterstützung zu diskutieren. Die ärmsten unter den Flutopfern bekommen bereits Hilfe vom Familienministerium. Betroffene Unternehmen können ihre Mitarbeiter kurzfristig betriebsbedingt in Kurzarbeit versetzen und müssen dann für zwei oder drei Monate nur 80 Prozent des Gehalts zahlen.

Der Finanzminister trifft sich am Donnerstag mit dem Versicherungsverband, um die Absichten der Versicherer zu erfahren. Wie es aussieht, übernimmt der Staat eine Mittlerfunktion. Weitere Gelder könnten von Nichtregierungsorganisationen wie dem Roten Kreuz kommen, die bereits am Sonntag zu einer Spendenaktion aufgerufen haben.

Viviane Reding schlägt vor, dass die EU den Opfern helfen könne. Aber diese Option ist eher unwahrscheinlich, da die Gemeinschaft nicht Individuen hilft, sondern höchstens ganzen Staaten dabei, ihre Infrastruktur wieder aufzubauen. Zudem müssen die Schäden 0,6 Prozent des Bruttonationaleinkommens darstellen. Im Fall Luxemburg wären das jedoch 200 Millionen Euro.

(Patrick Théry/L'essentiel)

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