Luxemburg: Staatsanwaltschaft fordert 15-jährige Haftstrafe für Biankas Mutter

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LuxemburgStaatsanwaltschaft fordert 15-jährige Haftstrafe für Biankas Mutter

LUXEMBURG – Sarah B. steht wegen Mordes an ihrer wenigen Tage alten Tochter Bianka vor Gericht, dort ist sie jedoch noch nicht erschienen. Am Donnerstag war ihre Stimme daher nur über Lautsprecher zu hören.

Im Weiher in Linger war nach dem Säugling gesucht worden.

Im Weiher in Linger war nach dem Säugling gesucht worden.

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2015 war die erst neun Tage alte Bianka spurlos verschwunden – bis heute. Die Mutter steht im Verdacht, sie getötet zu haben, seit vergangener Woche läuft der Prozess gegen Sarah B. Seit Am Donnerstag stand der langjährige Mitbewohner der Angeklagten im Zeugenstand. Wie das Luxemburger Wort nach dem Gerichtstermin schreibt, habe dieser immer wieder Tonaufnahmen von Sarah B. gemacht. Darauf habe sie ihn angeschrien, wenn sie nach Hause kam. Immer wieder hätte er sie beschuldigt, ihre Tochter umgebracht zu haben. Laut der vom LW veröffentlichten Zitate hat Sarah B. dies nie bestritten.

«Du hättest Bianka nicht umbringen sollen. Das war ein Fehler», so der Mitbewohner. Die Angeklagte habe lediglich mit einer Frage geantwortet: «Wieso?». Das Gericht habe von diesen Aufnahmen jedoch erst am Donnerstag erfahren. Da die Ermittelnden nie eine Leiche gefunden haben, zweifelte die Staatsanwaltschaft Biankas Tod nicht an und forderte eine 15-jährige Haftstrafe. Das Urteil wird am 8. Februar erwartet.

In den vergangenen Tagen hatten mehrere Zeugen ausgesagt, darunter die Mutter, Krankenhausangestellte und ein Mitarbeiter des Service central d'assistance sociale (SCAS). Sie offenbarten schwierige Familienverhältnisse und sichtbaren Handlungsbedarf.

(mei/vs)

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