Berufungsprozess Zoufftgen – Staatsanwaltschaft will Strafe mindern

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Berufungsprozess ZoufftgenStaatsanwaltschaft will Strafe mindern

LUXEMBURG - Im Berufungsprozess um das schwerste Zugunglück der Geschichte Luxemburgs hat am Montagnachmittag die Staatsanwaltschaft ihr Plädoyer abgegeben

Sechs Menschen waren beim schwersten Zugunglück der Geschcihte Luxemburgs im Oktober 2006 ums Leben gekommen.

Sechs Menschen waren beim schwersten Zugunglück der Geschcihte Luxemburgs im Oktober 2006 ums Leben gekommen.

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Drei Beschuldigte CFL-Mitarbeiter sind in Berufung gegangen, um eine Abmilderung ihrer Strafen zu erlangen. Einer von ihnen kommt diesem Ziel näher. Am Montagnachmittag hat die Staatsanwaltschaft eine Abmilderung der Strafe für den Zug-Ansager vorgeschlagen. Von den 36 Monaten Haft, zu denen der CFL-Mitarbeiter verurteilt worden war, sollen demnach mindestens sechs auf Bewährung ausgesetzt werden.

Die Strafe des Einsatzleiters der Nachmitttagsschicht, der den Fahrbefehl gegeben hatte, soll jedoch kein abgemindertes Strafmaß erhalten, wie die Staatsanwaltschaft in ihrem Plädoyer festhielt. Er war zu spät zur Schicht erschienen und hatte nicht die nötigen Kontrollen durchgeführt bevor er die Fahrt frei gegeben hatte.

So waren im Oktober 2006 zwei Züge an der luxemburgisch-französischen Grenze zusammengestoßen. Bei dem Unfall kamen sechs Menschenums Leben. Der Einsatzleiter war zu vier Jahren Haft, davon zwei auf Bewährung, verurteilt worden. Die Strafe des dritten Angeklagten, dem Einsatzleiter der Morgenschicht, soll ebenfalls unverändert bleiben.

(L'essentiel Online)

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