2. SREL-Archiv versiegelt – Staatsministerium wusste von nichts
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2. SREL-Archiv versiegeltStaatsministerium wusste von nichts

LUXEMBURG - Das Staatsministerium hat gegenüber dem Radiosender «100,7» die Existenz eines zweiten Geheimdienst-Archivs bestätigt.

Im Staatsministerium war das zweite SREL-Archiv im Senninger Schloss offenbar nicht bekannt. Das meldet der Radiosender «100,7» am Freitagabend unter Berufung auf eine anonyme Quelle in dem Ministerium von Jean-Claude Juncker (CSV), dem der Geheimdienst untersteht.

Juncker soll demnach angeordnet haben, dass vorerst niemand außer der Justiz und Mitgliedern des U-Ausschusses Zugang zu dem Archiv haben soll. Es kommt einer Versiegelung gleich, wie sie auch mit dem Archiv des Geheimdienstes an der Route d'Esch bereits im Januar vorgenommen worden war. Im Senninger Schloss sollen laut Bericht bereits seit 50 Jahren Kopien der wichtigsten Dokumente aus dem SREL-Archiv lagern.

Die Opposition hatte am Freitagmorgen die Versiegelung des Archivs gefordert. Zudem wurde die Forderung laut, aufzuklären, warum niemand von diesem Geheimarchiv wusste. Der Vorsitzende des SREL-Untersuchungsausschusses Alex Bodry (LSAP) hatte gegenüber «L'essentiel Online» erklärt, es bestehe «keine Dringlichkeit». Seinen Informationen nach lagerten in dem Archiv lediglich Kopien, so Bodry weiter. Die Frage nach dem Archiv sei im U-Ausschuss zur Aufklärung der SREL-Affäre nie gestellt worden.

(L'essentiel Online)

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