Gegen Suizid-Versuche – Stadt Luxemburg will das Viadukt absichern
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Gegen Suizid-VersucheStadt Luxemburg will das Viadukt absichern

STADT LUXEMBURG – Ein Mensch hat vergangene Woche nahe des Skateparks Péitruss Suizid begangen. Jetzt werden Rufe laut, das Viadukt abzusichern. Die Stadt will handeln.

Die Besucher des Skateparks haben freie Sicht auf das Viadukt.

Die Besucher des Skateparks haben freie Sicht auf das Viadukt.

L'essentiel

Der nagelneue Skatepark Péitruss in Luxemburg-Stadt lockt täglich zahlreiche Skateboarder und Inline-Skater an. Eigentlich also ein Ort, an dem viel Freude herrscht. Am vergangenen Samstag ist es jedoch zu einem tragischen Vorfall gekommen. Eine Person beging Suizid, indem sie sich vom angrenzenden Viadukt stürzte. Viele Besucher des Parks, darunter auch Kinder und Jugendliche, wurden unfreiwillig Zeuge.

Dan Gantrel vom Verein skatepark.lu hat Sorge, dass dieser Suizid nicht der letzte gewesen sein könnte. Daher machte er sich für die Installation einer Schutzvorrichtung stark. «Solche Bilder sind für die Leute sehr schwer aus dem Kopf zu kriegen. Es muss ein Geländer oder ein Netz angebracht werden, das solche Tragödien verhindert», sagte Gantrel. Als Beispiel führte er den Schutz an der Roten Brücke im Pfaffenthal an.

«Werden uns der Sache schnellstmöglich annehmen»

Auch die Stadt sieht dringenden Handlungsbedarf. «Leider ist es dort nicht zum ersten Mal zu einer solchen Tragödie gekommen», berichtet Bürgermeisterin Lydie Polfer gegenüber L'essentiel. Weitere zu verhindern habe «höchste Priorität» für die Verwaltung. «Wir haben die zuständige Dienststelle informiert, die sich der Sache so schnell wie möglich annehmen wird», so die DP-Politikerin weiter.

Wie genau der Schutz aussehen soll, kann Polfer noch nicht sagen: «Ob nun ein Gitter, ein Geländer oder ein Auffangnetz installiert wird, steht momentan noch nicht fest. Aber es wird eine effektive Lösung gefunden werden.»

(sw/L'essentiel)

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