Vernichtende Studie – Stadt verteidigt sich gegen Feinstaub-Vorwürfe

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Vernichtende StudieStadt verteidigt sich gegen Feinstaub-Vorwürfe

LUXEMBURG - Die Stadt Luxemburg fühlt sich mit der vernichtenden Studie zur Luftverschmutzung ungerecht behandelt – und präsentiert andere Zahlen.

Luxemburg-Stadt bemüht sich um die Entwicklung seiner Transport-Angebote.

Luxemburg-Stadt bemüht sich um die Entwicklung seiner Transport-Angebote.

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Ist Luxemburg-Stadt gar nicht so schmutzig? Die Einschätzung des Europäischen Umweltbüros zur Luftqualität in der Hauptstadt basiere auf «unvollständigen oder sogar falschen Informationen», heißt es von Seiten der Stadträte. Gemeint sind ganz konkret die Ankündigung zum Betriebsstart der Tram sowie die Information, dass der Bereich Limpertsberg vollständig für den Verkehr gesperrt werden soll.

Die Stadt beruft sich außerdem auf Ergebnisse einer anderen Studie – mit einem «klaren Abwärtstrend» der Stickstoffdioxidkonzentration fstickin Luxemburgs Atemluft zwischen 2009 und 2013. Auf dem Place Hamilius beispielsweise sei die Konzentration von 60 auf 52 Gramm pro Quadratmeter gesunken – und nicht etwa auf 58, wie in der EUB-Studie angegeben. Im «Air Quality Report 2014» der Europäischen Umweltagentur rangiere Luxemburg zudem in Bezug auf Feinstaubbelastung auf dem vierten Platz der 28 Mitgliedsstaaten.

Ein Dorn im Auge ist den städtischen Verantwortlichen außerdem, dass Zuständigkeiten des Staates mit denen der Kommunen in einen Topf geworfen werden. Die Car-E-Prämie liege beispielsweise nicht im Zuständigkeitsbereich der Stadt. Die Kritik sei insgesamt nicht nachvollziehbar, da die Stadt Luxemburg «schon seit vielen Jahren Anstrengungen anstelle, um die nachhaltige Mobilität zu entwickeln und öffentliche Verkehrsmittel für Bewohner und Besucher erschwinglicher und attraktiver zu machen».

(Marion Chevrier/L'essentiel)

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