Luxemburg: Start-up will per App die Welt sauberer machen

Publiziert

Luxemburg Start-up will per App die Welt sauberer machen

LUXEMBURG – César und Lester haben eine App gestartet, um die Bürger zum Müllsammeln zu ermutigen und die Umweltverschmutzung zu bekämpfen.

von
Yannis Bouaraba

«Müll zu sammeln und die Natur zu säubern bedeutet, Werte zu schaffen», erklärt César, ein 31-jähriger Bewohner, der das Projekt «Clean Something for Nothing» (CSFN) ins Leben gerufen hat. Gemeinsam mit seinem Freund Lester entwickelten sie eine mobile Anwendung, um die Bemühungen jedes Einzelnen beim Müllsammeln zu messen, gemeinsame Aufräumaktionen zu organisieren und das Bewusstsein für das Thema zu schärfen.

Innerhalb weniger Monate haben die beiden eine Gemeinschaft von weltweit mehreren tausend Menschen aufgebaut, die die App nutzen und ihre Ergebnisse in den sozialen Netzwerken teilen. Das Duo stellte seine Initiative im Rahmen des «Fit For Start»-Programms auf dem Luxemburger Innovationsforum «Arch Summit» am Donnerstagabend vor einer Jury vor und hoffte auf Unterstützung, um das Projekt weiter wachsen zu lassen.

Mehrere Tonnen Müll sind bereits eingesammelt worden

«Ich habe vor ein paar Jahren damit angefangen, Müll in meiner Umgebung zu sammeln, weil mir nicht gefiel, was ich sah. Dann wurde es zu einer Gewohnheit, die ich überall, wo ich hinging, beibehielt», erzählt César. Er gründete zunächst eine Instagram-Seite und startete den Hashtag «CleanSomethingForNothing», um seine Aktionen in den Medien bekannt zu machen. «Die Philosophie ist, dass man aufhebt, aufräumt und keine Gegenleistung erwartet. Was wir tun, kommt allen zugute, den Menschen, den Tieren und dem Planeten», fügt er hinzu.

Zusammen mit seinem Freund Lester, einem Informatiker, entwickeln sie die CSFN App, die Anfang 2022 auf den Markt kam. Bereits im ersten Monat hatten die Leute drei Tonnen Müll gesammelt. Einige Monate später waren es 80 Tonnen, in Luxemburg und in rund 40 weiteren Ländern.

Wenn man ein Profil auf der App erstellt, kann man sich selbst geolokalisieren und die Menge des gesammelten Mülls erfassen. Man kann auch Aktionen organisieren, Nutzer zusammenbringen und sehen, wer die aktivsten Saubermänner in der Stadt oder der Region sind. Langfristiges Ziel ist es, mit Unternehmen, Gemeinden, Schulen und Nationalparks zusammenzuarbeiten. «Umweltverschmutzung ist ein universelles Problem. Auch unser Land ist davon nicht ausgenommen. Aber jede kleine Aktion zählt. Wir können Luxemburg sauberer machen«, erklärt er.

15 Start-ups zur Auswahl

15 Start-ups aus neun verschiedenen Ländern wurden für die Teilnahme an der 13. Ausgabe des Beschleunigungsprogramms «Fit 4 Start» ausgewählt. Sie erhalten sechs Monate Coaching, eine Pre-Seed-Finanzierung und privilegierten Zugang zu allen wichtigen Akteuren des luxemburgischen Start-up-Ökosystems.

Am Mittwoch, den 26. und Donnerstag, den 27. Oktober präsentierten 67 Start-ups während des «Arch Summit», der führenden Technologieveranstaltung «Tomorrow Street Accelerators», ihre Projekte vor einer Jury. Die Jury, bestehend aus Experten, Unternehmern und Investoren wählte zehn Start-ups aus dem Bereich Digital/Data-Driven und fünf Start-ups aus dem Bereich Gesundheitstechnologie aus.

Deine Meinung

0 Kommentare