Brainpool-Anteile verkauft – Stefan Raab kassiert 9,5 Millionen Euro

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Brainpool-Anteile verkauftStefan Raab kassiert 9,5 Millionen Euro

2015 zog sich der Moderator vom TV-Bildschirm zurück. Nun hat Stefan Raab auch seine restliche Beteiligung an der Produktionsfirma Brainpool verkauft – für eine stolze Summe.

TV-Moderator Stefan Raab hat seine 12,5 Prozent Beteiligung an der Produktionsfirma «Brainpool» an ein französisches Medienhaus verkauft.

TV-Moderator Stefan Raab hat seine 12,5 Prozent Beteiligung an der Produktionsfirma «Brainpool» an ein französisches Medienhaus verkauft.

DPA

Nach seinem Rückzug aus dem deutschen Fernsehen kehrt Moderator Stefan Raab nun auch der Produktionsfirma Brainpool den Rücken. Der Entertainer hat seine Beteiligung von 12,5 Prozent an das französische Medienhaus Banijay Entertainment verkauft, wie der Konzern mitteilt. Damit möchte sich die Firma stärker in Deutschland positionieren und mit Banijay Productions Germany ein weiteres Produktionsunternehmen etablieren.

1994 wurde Brainpool in Köln gegründet und dank des 51-Jährigen schnell zu einem der wichtigsten Inhaltelieferanten des deutschen Fernsehens. Neben «TV total» produzierte die Firma auch Hits wie «Schlag den Raab», «Schlag den Star» und war für die Comedy-Serien «Stromberg», «Ladykracher» und «Pastewka» verantwortlich.

Raab wird Hauptgesellschafter der Tochterfirma

Für Stefan Raab bedeutet der Verkauf seiner Anteile allerdings keinen kompletten Rückzug aus dem Fernsehgeschäft. Der Showmaster wird Hauptgesellschafter seines Unternehmens Raab TV, einer Tochterfirma von Brainpool.

Bei Vertragsabschluss musste der gebürtige Kölner aber dennoch einigen Bedingungen zustimmen, die seine persönliche TV-Zukunft betreffen, wie Bild.de berichtet. Der deutschen Zeitung liegt der 100 Seiten umfassende Vertrag vor. Hier sind die wichtigsten Punkte:

Die Summe:

Der genaue Betrag kann sich laut Bild.de zwar unter einigen Umständen noch ändern, doch Banijay soll Raab für die 12,5 Prozent Anteile umgerechnet stolze 9,5 Millionen Euro ausgezahlt haben.

Die Sicherheit:

Gegenüber dem französischen Medienunternehmen musste der 51-Jährige garantieren, dass er nicht insolvent oder in ein laufendes Gerichts- oder Entwicklungsverfahren verwickelt ist. Der Kölner räumte sich umgekehrt bestimmte Einflussmöglichkeiten auf das Brainpool-Management ein.

Die Verbote:

In Zukunft darf der Moderator neue TV-Ideen nur mehr über die Firma Raab TV entwickeln, an der er 51 Prozent hält. Die restlichen Anteile gehören Banijay. Laut Bild.de bedeutet das, dass der Kölner für keine andere TV-Firma als Produzent oder gar Moderator tätig sein darf. Im Gegenzug hat Stefan Raab aber bei Raab TV die völlige «kreative Kontrolle» und bestimmt die Moderatoren, die Kandidaten und auch das Design eines neuen Fernsehformats.

Die Ausnahmen:

Im Vertrag ist ebenfalls festgehalten, dass Stefan Raab pro Jahr nur an drei TV-Sendungen – etwa einer Talkshow – teilnehmen darf, die nicht von seiner Firma oder Banijay produziert worden ist.

Die Rückkehr:

Laut Bild.de geht aus dem mehrseitigen Dokument ebenfalls hervor, dass das französische Unternehmen auch in der Zukunft keine weitere Beteiligung von Raab an Brainpool wünscht. Erwirbt der Moderator aber Anteile von Dritteignern, muss er das Banijay zwar mitteilen, kann den Kauf aber ohne weiteres vollziehen.

(L'essentiel/kao)

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