Winterkrankheit – Steht Luxemburg ein Winter ohne Grippe bevor?

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WinterkrankheitSteht Luxemburg ein Winter ohne Grippe bevor?

LUXEMBURG – Die Grippewelle, die zwischen Ende Dezember und Anfang Januar erwartet wird, dürfte aufgrund der Corona-Auflagen deutlich schwächer ausfallen, als in den Vorjahren.

Die Hygienemaßnahmen haben einen Einfluss auf die Eindämmung der Influenza.

Die Hygienemaßnahmen haben einen Einfluss auf die Eindämmung der Influenza.

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Aufgrund der Hygienemaßnahmen, die zum Schutz vor dem Coronavirus gelten, dürfte die Grippewelle, die zwischen Ende Dezember und Anfang Januar erwartet wird, «in diesem Winter in Luxemburg schwächer ausfallen, als in den Vorjahren», wie Dr. Guillaume Steichen, Generalsekretär der Ärztevereinigung AMMD (Association des médecins et médecins-dentistes au Luxembourg) sagt.

Händewaschen, Masken und Abstand halten «spielen auch eine große Rolle bei der Eindämmung des Grippevirus» betont Dr. Trung Nguyen, Leiter der Virologie im Nationalen Gesundheitslabor (LNS). «Influenza ist ein Atemwegsvirus dessen Übertragungsweg über Tröpfchen, Aerosole, verschmutzte Oberflächen und Gegenstände ähnlich ist wie beim Coronavirus», erklärt Steichen. Darüber hinaus stellt er in diesem Jahr eine «größere Nachfrage» der Patienten nach der Grippeimpfung fest. Mediziner empfehlen insbesondere Menschen mit einem schwachen Immunsystem, sich gegen die Grippe impfen zu lassen, da eine Koinfektion (Influenza und Sars-Cov-2) mehr schädliche Auswirkungen auf sie haben könnte.

Beispiel Australien

Steht Luxemburg nun also ein Winter ohne Grippe bevor? Nimmt man das Beispiel Australiens, das bereits einen Winter mit dem Coronavirus hinter sich hat, so ist festzustellen, dass die seit April 2020 ergriffenen Hygienemaßnahmen «einen wesentlichen Einfluss auf die Eindämmung der Influenza hatten», so der LNS-Virologe. Ganz ausbleiben werde die Grippewelle aber nicht. Es sei wichtig Risikopatienten davor zu schützen.

Außerdem sei beachtenswert, dass aufgrund von Covid-19 auch andere Winterkrankheiten besser unter Kontrolle sind. «Viele Patienten haben sich beispielsweise gegen Pneumokokken-Erkrankungen impfen lassen», so Steichen. Laut der AMMD seien in den vergangenen zwei Wochen auch die Fälle der Magen-Darm-Grippe deutlich geringer ausgefallen.

(ol/L'essentiel )

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