Preise in Luxemburg – Steigende Inflation lässt Index näher rücken
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Preise in LuxemburgSteigende Inflation lässt Index näher rücken

LUXEMBURG – Statec prognostiziert eine steigende Inflation in den kommenden Monaten, die sich auf die für 2022 erwartete Erhöhung der Löhne und Gehälter auswirken könnte.

Les prix pétroliers et la reprise économique vont booster l'inflation.

Les prix pétroliers et la reprise économique vont booster l'inflation.

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Statec prognostiziert in den kommenden Monaten eine steigende Inflation im Großherzogtum – durch die steigenden Ölpreise ebenso wie durch die wirtschaftliche Erholung. Zumal die Preise für Mineralölprodukte zwischen Dezember und Januar um elf Prozent gestiegen sind, was auch auf die Einführung der CO2-Steuer am 1. Januar zurückzuführen ist. So stieg die Heizölrechnung um 19,6 Prozent, der Preis für Gas um 10,3 Prozent und auch an der Zapfsäule sind Diesel und Benzin teurer (+8,3 und +7,5 Prozent). Die Preise der Öl-Derivate bleiben jedoch 8,4 Prozent niedriger als noch im Januar vergangenen Jahres.

Auch bei den Lebensmitteln stiegen die Preise innerhalb eines Monats um 0,5 Prozent, wobei es je nach Produkt Unterschiede gab. So stiegen laut Statec die Preise für Fisch und Meeresfrüchte (+4,5 Prozent) sowie für frisches Gemüse (+7,4 Prozent). Trockenfleisch (-2,7 Prozent), Vollmilch (-3,5 Prozent) und Kartoffeln (-1,4 Prozent) sind im Vergleich zum Dezember hingegen günstiger. Auch die Preiserhöhungen bei Finanzdienstleistungen (+1,8 Prozent), Friseur- und Kosmetiksalons (+1,6 Prozent) sowie Autowartung und -reparatur (+1,5 Prozent) «hatten einen sichtbaren Einfluss auf die Ergebnisse im Januar».

Index wird Mitte 2022 erwartet

Die Jahresrate liegt demnach bei 1,9 Prozent im Vergleich zu 0,6 Prozent im Vormonat, wobei das Statistikamt erklärt, dass – anders als in vorangegangenen Jahren – die Auswirkungen der Salden aufgrund der Pandemie erst im Februar zu spüren sein werden. Wenn der Saldo-Effekt vom Januar 2020 neutralisiert wird, würde die jährliche Inflationsrate nur 0,4 Prozent betragen.

In seinen Prognosen geht das Statistikamt deshalb davon aus, dass sich die Inflation nach einem «hektischen Profil in den ersten beiden Monaten des Jahres im weiteren Verlauf des Jahres auf einem relativ hohen Niveau – bei knapp zwei Prozent – stabilisieren sollte» (1,7 Prozent in 2021 und 1,8 Prozent im Jahr 2022). Konkret rechnet Statec durch «die Erholung der Ölpreise» sowie der «wirtschaftliche Erholung» mit einer neuen Index-Tranche im Jahr 2022, wobei die Lohnindexierung zwischen dem 1. und 3. Quartal 2022 erfolgen sollte.

(mc/L'essentiel)

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