Unrentables Sparen – Steigende Preise stellen das Wohnen auf die Probe
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Unrentables SparenSteigende Preise stellen das Wohnen auf die Probe

LUXEMBURG – Die Entwicklung der Immobilienpreise ist beunruhigend. Die Preise von Häusern und Wohnungen steigen in der gesamten Europäischen Union.

Das Statistische Amt der Europäischen Union, kurz Eurostat, hat kürzlich eine Studie zu Immobilienpreisen in der Europäischen Union unter dem Titel «Hauspreisindex» veröffentlicht. Dieser Index erfasst Preisveränderungen bei allen von privaten Haushalten erworbenen Wohnimmobilien (Wohnungen, Einfamilienhäuser, Reihenhäuser), sowohl bei Neubauten als auch im Bestand.

Ende des vergangenen Jahres waren diese Preise in der EU im Vergleich zu Ende 2017 um durchschnittlich 4,2 Prozemt gestiegen. Nach Angaben von Eurostat betrug der Anstieg in Luxemburg in nur einem Jahr 9,3 Prozent. Ähnliche Anstiege wurden in den Niederlanden und in Portugal ausgemacht.

Höchster Anstieg in osteuropäischen Staaten

Noch höhere Anstiege des Preisindex gab es in den osteuropäischen Staaten wie Slowenien (18,2 Prozent), Lettland (11,8 Prozent) oder der Tschechischen Republik (9,9 Prozent). In Luxemburgs Nachbarländern fiel der Preisanstieg geringer aus: 2,5 Prozent waren es in Belgien, 3,2 Prozent in Frankreich und 4,6 Prozent in Deutschland.

Als eine Ursache gilt die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Zur Bekämpfung der Wirtschafts- und Finanzkrise hat EZB-Chef Mario Draghi den Leitzins vor rund zehn Jahren kräftig gesenkt – bis zum Nullzins.

Wer Geld besitzt und dafür auf der Bank kaum Zinsen erhält, investiert es woanders: Wer Immobilien kauft, erhält dafür weit höhere Renditen. Dies umso mehr, als auch die Hypothekenzinsen relativ niedrig sind.

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(Patrick Théry/L'essentiel)

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