Finanzen in Luxemburg – Steigende Zinsen werden für weniger Eigenheime sorgen
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Finanzen in LuxemburgSteigende Zinsen werden für weniger Eigenheime sorgen

LUXEMBURG – Ein deutlicher Anstieg der Zinssätze für Immobilienkredite wird in Zukunft das Budget von potenziellen Eigenheimbesitzern belasten.

«Für ein festverzinsliches Darlehen von 800.000 Euro über 30 Jahre muss ein angehender Hausbesitzer jeden Monat 150 bis 160 Euro mehr bezahlen», erklärt ein Immobilienexperte.

«Für ein festverzinsliches Darlehen von 800.000 Euro über 30 Jahre muss ein angehender Hausbesitzer jeden Monat 150 bis 160 Euro mehr bezahlen», erklärt ein Immobilienexperte.

DPA/Vincent Lescaut

Innerhalb von nur zehn Tagen nach Weihnachten stiegen die Zinsen für langfristige Immobilienkredite von 1,4 Prozent auf fast zwei Prozent, «ein Wert, der seit zwei Jahren nicht mehr annähernd erreicht worden ist», so Yann Gadéa, Leiter der Maklerabteilung bei atHome Finance. «Um die Inflation (in den USA sieben Prozent) zu bekämpfen, hat die US-Notenbank Fed vier Leitzinsanhebungen im Jahr 2022 angekündigt», fährt der Experte fort, «was sich direkt auf die Zinserhöhung bei den Banken auswirkt».

Konkret heißt das: «Für ein festverzinsliches Darlehen von 800.000 Euro über 30 Jahre muss ein angehender Hausbesitzer jeden Monat 150 bis 160 Euro mehr bezahlen», erläutert Yann Gadéa. Das Problem ist, dass «dieser Trend wahrscheinlich das ganze Jahr 2022 über anhalten wird und am Ende des Jahres vielleicht 2,5 Prozent erreichen wird», sagt er voraus. «Ganz klar besteht das Risiko, dass noch weniger Einwohner Wohneigentum erwerben können», befürchtet der Makler-Experte.

(Jean-François Colin/L'essentiel)

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