Vorwürfe von «Atelier» – Streit um «Sting»-Konzert – Rockhal reagiert auf Kritik

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Vorwürfe von «Atelier»Streit um «Sting»-Konzert – Rockhal reagiert auf Kritik

LUXEMBURG – Die Ankündigung, dass «Sting» am selben Tag in der Rockhal auftreten werde, an dem auch das «Siren’s Call Festival» stattfindet, schmeckt dem Atelier überhaupt nicht.

Sting war im Frühjahr 2017 das letzte Mal in Luxemburg.

Sting war im Frühjahr 2017 das letzte Mal in Luxemburg.

Sting ist zurück in Luxemburg. Auf Initiative der Rockhal wird der britische Star am Samstag, den 30. Juni, bei einem Open Air bei Belvals Hochöfen auftreten. Tausende von Fans sind begeistert, doch es regt sich auch Widerspruch.

Der kommt vonseiten des Atelier. «Ist es angebracht, dass eine öffentliche Institution wie die Rockhal eine kommerzielle Veranstaltung mit Ticketpreisen von mehr als 100 Euro am selben Tag organisiert, an dem der Siren's Call stattfinden soll?», fragt der Geschäftsführer des Ateliers, Michel Welter. «Unsere Veranstaltung lebt auch davon, dass wir viele Besucher haben. Außerdem ist die Stadt Luxemburg daran beteiligt.» Welter verwies damit auf ein ungeschriebenes Gesetz – das sei damit gebrochen worden. «Bisher gab es eine Vereinbarung zwischen den örtlichen Veranstaltern. Das wurde in diesem Fall nicht beachtet, weil es keine Abstimmung über die Termine gab.»

Überschneidungen künftig vermeiden

Auf Nachfrage von L’essentiel sagt der Geschäftsführer der Rockhal, Oliver Toth, er wolle, «dass beide Veranstaltungen ein Erfolg werden. Wir sind nicht ausschließlich in einer Konkurrenzsituation, sondern wir ergänzen uns. Auch haben wir nicht immer eine Auswahl bei den Terminen. Das ist purer Zufall.»

Ähnliche Töne schlug auch das Kultusministerium an, übrigens Hauptfinanzier der Rockhal. «Wir müssen zur Programmgestaltung keine Stellung nehmen, aber ich denke, dass beide Veranstaltungen ihr Zielpublikum finden werden», sagt Kulturstaatsminister Guy Arendt. «Eine bessere Koordination würde es aber in Zukunft ermöglichen, diese Überschneidungen zu vermeiden.»

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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