NFT – Student verkauft seine Selfies und wird Millionär
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NFTStudent verkauft seine Selfies und wird Millionär

Seit er 18 Jahre alt ist hat Sultan Gustaf Al Ghozali jeden Tag ein Foto von sich geschossen. Zum Spaß bot er diese Selfies im Internet zum Verkauf an und wurde damit prompt reich.

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Sultan Gustaf Al Ghozali ist innert weniger Tage zum Millionär geworden.

Sultan Gustaf Al Ghozali ist innert weniger Tage zum Millionär geworden.

AFP
Seit er 18 Jahre alt ist, nimmt er fast jeden Tag ein Selfie von sich auf. Diese hat er im Internet zum Verkauf angeboten.

Seit er 18 Jahre alt ist, nimmt er fast jeden Tag ein Selfie von sich auf. Diese hat er im Internet zum Verkauf angeboten.

Opensea
Die Selfies verkauften sich als NFTs unverhofft gut. Der Student hat damit 1.166.547 Dollar verdient.

Die Selfies verkauften sich als NFTs unverhofft gut. Der Student hat damit 1.166.547 Dollar verdient.

AFP

Während fünf Jahren hat der Student Sultan Gustaf Al Ghozali fast jeden Tag ein Selfie von sich geschossen. Zu Beginn dieses Experiments war er 18 Jahre alt, am Ende 22. Ursprünglich hatte er geplant, diese Selfies zu einem Zeitraffer-Video zusammenzustellen und dieses bei seiner Abschlussfeier an der Universität Semarang im indonesischen Java zu zeigen. Doch nun haben ihm die Bilder unverhofft zu Reichtum verholfen.

Anfang Januar kam ihm die Idee, die Selfies auf der Plattform Opensea als NFT anzubieten. Eigentlich habe er das nur eine lustige Idee gefunden, sagt er zur Nachrichtenagentur AFP. Pro Bild verlangte er drei Dollar. Zu seiner Überraschung begannen verschiedenste Personen immer mehr Geld für die Fotos zu bieten. Nach nur einem Tag hatten sich bereits 35 Bilder verkauft.

Steuerbehörde meldet sich

Tatsächlich entwickelte sich ein solcher Hype um die Selfies von Al Ghozali, dass bereits wenige Tage nach dem ersten Angebot insgesamt 372 Ether für die Bilder bezahlt wurden. Rechnet man die Kryptowährung in US-Dollar um, sind somit 1’166’547 Dollar zusammen gekommen – was den Studenten innerhalb von nur einer Woche zum Millionär machte. Mehr als 400 Menschen hatten Eigentumsrechte an den Fotos erworben.

Da der Student das Internet über seinen Twitter-Account über die Entwicklungen auf dem Laufenden hielt, blieb dieser plötzliche Anstieg an Reichtum nicht unbemerkt. So meldete sich beispielsweise die indonesische Steuerbehörde mit einem Tweet bei ihm, um ihm zu seinem Glück zu gratulieren – und daran zu erinnern, seine Steuern zu bezahlen. Al Ghonzali antwortete darauf nur: «Das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich Steuern bezahlen muss. Natürlich werde ich dies tun.»

Einzig seinen Eltern erzählte der Student erst einmal nichts von seinem Glück, wie er gegenüber der Nachrichtenagentur AFP gesteht: «Sie würden sich fragen, wo das Geld herkommt.» So habe er beispielsweise Angst, dass seine Bilder missbräuchlich verwendet werden könnten. Geschehe dies, wären seien Eltern sehr enttäuscht von ihm, sagt er. Da Al Ghozali mittlerweile aber zu so etwas wie einer Internet-Berühmtheit geworden ist, wird er wohl nicht darum herum kommen, seine Eltern früher oder später über sein neu gewonnenes Vermögen zu informieren.

Für diese verrückten NFTs haben Leute viel Geld ausgegeben:

(L'essentiel/Dominique Zeier)

Was ist NFT?

NFT ist die Abkürzung für Non Fungible Token (nicht austauschbare Token). Vereinfacht gesagt sind NFTs Echtheitszertifikate für einzigartige digitale Objekte. Sie weisen demnach den rechtmäßigen Besitz an digitalen Bildern, Videos, Texten oder Musikstücken nach. Hierfür nutzen NFTs die Blockchain – jene Technologie, auf der auch Kryptowährungen wie Bitcoin basieren. Dort wird der Besitzanspruch, also der NFT, nachvollziehbar abgespeichert.

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