Westdeutschland – Sturm verhagelt mehrere Rosenmontagszüge

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WestdeutschlandSturm verhagelt mehrere Rosenmontagszüge

Die Karnevalisten in Köln wollen ihren Rosenmontagszug trotz der Sturmwarnung nicht ausfallen lassen. Doch Städte wie Mainz oder Hagen haben ihre Feste bereits abgesagt.

In einigen Städten in Westdeutschland halten sich die Jecken die Entscheidung noch offen, ob sie den Rosenmontagszug wegen des Sturms absagen.

In einigen Städten in Westdeutschland halten sich die Jecken die Entscheidung noch offen, ob sie den Rosenmontagszug wegen des Sturms absagen.

DPA/Oliver Berg

In Westdeutschland sind wegen des vorausgesagten Sturms mehrere Rosenmontagszüge abgesagt worden, darunter in Mainz. «Die Entscheidung ist ganz klar, die Sicherheit geht vor», sagte der Präsident des Mainzer Carneval Vereins (MCV), Richard Wagner, am Sonntagabend. Nach Angaben der Feuerwehr sei am Montag laut Deutschem Wetterdienst mit Sturmböen von bis zu 100 Stundenkilometern zu rechnen, auch Luxemburg ist betroffen. Es seien bis in den Nachmittag hinein permanent unberechenbare Böen zu erwarten. In Essen-Kupferdreh, Duisburg, Hagen und Wenden im Sauerland sind die Rosenmontagszüge auch abgesagt. Düsseldorf will am Montag entscheiden.

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) sagte: «Das ist mehr als schade, aber es ist nicht das Ende der Fröhlichkeit in Mainz.» Es seien einfach zu viele potenzielle Gefahren.

Am Rosenmontag waren Hunderttausende Menschen in Mainz erwartet worden. Losrollen sollte der närrische Tross auf seine mehr als sieben Kilometer lange Strecke um 11.11 Uhr. Der Mainzer Zug zählt neben denen in Köln und Düsseldorf zu den größten bundesweit. In diesem Jahr sollte er 148 Zugnummern zählen, rund 9500 Zugteilnehmer, darunter über 200 Musiker.

(L'essentiel/dpa)

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