Verschollene Boeing 777 – Suchschiff empfängt Blackbox-Signale

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Verschollene Boeing 777Suchschiff empfängt Blackbox-Signale

Bei der Suche nach dem vermissten Flug MH370 hat ein australisches Schiff Signale empfangen, die mit denen einer Blackbox übereinstimmen. Doch noch immer konnte die Boeing 777 nicht gefunden werden.

Die australische Ocean Shield und 13 weitere Schiffe suchen unter Hochdruck nach dem vermissten Flug MH370.

Die australische Ocean Shield und 13 weitere Schiffe suchen unter Hochdruck nach dem vermissten Flug MH370.

AFP

Neue Signale machen den Suchtrupps im Indischen Ozean neue Hoffnung, die vermisste Boeing 777 der Malaysia Airline doch noch zu finden. Das erklärte der Koordinator der internationalen Suchaktion, Angus Houston, am Montag. Die neuen Erkenntnisse seien «sehr ermutigend».

Die von einer Sonde des Schiffs Ocean Shield abgefangenen Signaltöne «stimmen mit denen überein, die von Flugschreibern ausgesendet werden», sagte Houston. Zuvor hatten bereits zwei Schiffe – ein chinesisches und ein australisches – im südlichen Indischen Ozean Signale aufgefangen, die möglicherweise von der Blackbox der verschwundenen Maschine stammen.

Ob es sich tatsächlich um Signale des seit dem 8. März vermissten Passagierflugzeugs handelt, war zunächst aber unklar. Bei der Suche nach Flug MH370 drängt die Zeit: Der Flugschreiber könnte möglicherweise schon heute Montag aufhören zu senden, weil nach etwa 30 Tagen normalerweise die Batterie leer ist. «Wir haben das Flugzeug noch nicht gefunden», stellte Houston vor den Medien klar.

Ocean Shield erhält bei Suche Unterstützung

Bei der Fahndung nach Flug MH370 haben die Suchtrupps neue Unterstützung aus Grossbritannien bekommen. Ein Spezialschiff mit hochsensiblen Sonargeräten traf am Montag im Suchgebiet im Indischen Ozean ein.

Die HMS Echo soll feststellen, ob drei aufgefangene Tonsignale tatsächlich von einem der Flugschreiber der Boeing 777 stammen könnten.

14 Schiffe suchen nach der Boeing 777

Wie die australischen Behörden erklärten, ging derweil auch das mit speziellen Ortungsgeräten ausgerüstete Marineschiff Ocean Shield einem Signal nach, das es 550 Kilometer vom eigentlichen Suchgebiet entfernt aufgefangen hatte. Sobald das Schiff die Operation beendet habe, werde es zur HMS Echo stoßen.

Die Suchtrupps rechnete für Montag mit gutem Wetter. An der Suche sind neun Militärmaschinen, drei Zivilflugzeuge und insgesamt 14 Schiffe beteiligt.

Das Flugzeug der Malaysia Airlines war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord verschwunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass es seinen Kurs änderte und irgendwo im Indischen Ozean abstürzte. Warum, ist bislang ein Rätsel.

(L'essentiel/sda)

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