E171-Verbot – Süßigkeiten werden bald etwas weniger weiß sein
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E171-VerbotSüßigkeiten werden bald etwas weniger weiß sein

LUXEMBURG – Der Farbstoff E171 darf ab dem 7. Februar nicht mehr bei der Zubereitung von Lebensmitteln verwendet werden. Die Branche hat sich bereits darauf eingestellt.

Die Profis wissen sich trotz des Verbots zu helfen.

Die Profis wissen sich trotz des Verbots zu helfen.

L'essentiel/Vincent Lescaut

Der umstrittene Farbstoff Titandioxid (E171) wird ab dem 7. Februar mit einer sechsmonatigen Übergangsphase bei der Herstellung von Lebensmitteln verboten. Der auf den Etiketten als TiO2 oder E171 bezeichnete Stoff wird verwendet, um Lebensmittel wie Süßigkeiten, Kaugummi, Backwaren, Suppen, Fertiggerichte und vieles mehr weißer zu machen oder den Glanz zu verstärken.

Angesichts des Verbots organisiert sich die Branche neu. «Der Stoff wurde vor allem in Konditoreien verwendet. Die Qualitätsabteilung hat den Farbstoff bereits vor Jahren zurückgezogen und die Geschäftsleitung auf seine angebliche Gefährlichkeit aufmerksam gemacht», sagt Véronique Behin von der Steffen-Gruppe. «Die Drucke auf Schokolade sind weniger weiß, ebenso wie die Glasur der Eclairs», erklärt Rick Hotschnig, Geschäftsführer von De Schnékert Traiteur. Bei Oberweis wurde E171 durch «natürliche Produkte ersetzt. Wir verwenden weiße Schokolade, so weiß wie möglich», sagt Jeff Oberweis, der CEO. «Man muss sich mit weniger weißen Produkten und weniger kräftigen Farben neu vertraut machen».

Bei Kaempff-Kohler wird E171 «für weiße Macarons mit Vanille verwendet. Unsere Lieferanten haben keine Alternative, und wenn sie nach der sechsmonatigen Übergangszeit nichts gefunden haben, werden wir diese Macarons aufgeben oder die Farbnuance ändern», erläutert Geschäftsführer Christian Kaempff.

(Marion Mellinger/L'essentiel)

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