«School Leaks» – Suspendierte Lehrer erhalten Rückendeckung

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«School Leaks»Suspendierte Lehrer erhalten Rückendeckung

ECHTERNACH - Die suspendierten Lehrer aus dem «School Leaks»-Skandal erhalten Unterstützung von ihren Schülern und Kollegen. Die Sanktionen seien zu hart.

Die Entscheidung von Bildungsminister Claude Meisch wird hart kritisiert.

Die Entscheidung von Bildungsminister Claude Meisch wird hart kritisiert.

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«Niemand hätte sich vorstellen können, dass dieser Fall in unserer Schule solche Wellen schlägt, so weit entfernt von der Hauptstadt.» Der 17-jährige Andy ist Schüler am Echternacher Lyzeum, wo sich die «School Leaks»-Affäre abspielte. Insgesamt vier Lehrer wurden bestraft, weil sie Fragen und Lösungen der nationalen Leistungstests im Lernzyklus 4.2 der Grundschule verbreitet hatten. Drei von ihnen wurden zeitweise suspendiert, eine vierte erhielt eine mildere Strafe.

Auch für ihre Kollegen ist die Entscheidung des Bildungsministeriums eine bittere Pille. «Die suspendierten Lehrer sind Sündenböcke. Die Strafe wird missbraucht, um die grundsätzlichen Probleme im Schulsystem zu kaschieren. Die Kollegen haben das getan, um Fehler offenzulegen», sagt ein Lehrer des Lyzeums. Auch von Seiten der Schüler kommt Unterstützung für die Lehrkräfte, die «am Leben der Schule beteiligt sind».

Schuldirektor Henri Trauffler untersteht zwar der Geheimhaltungspflicht, spricht jedoch ebenfalls von einer «in jeder Hinsicht sehr unglücklichen Angelegenheit». Gewerkschaftsvertreter Patrick Arendt von SEW/OGBL veruteilt indes die Sanktionen als «übermäßig». Die Tests seien keine Examen gewesen, sondern hätten nur der Orientierung gedient.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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